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als primärem Ei, die Spore , mit dem Keimbläschen, als secundärem Ei,die Keimzelle im Arcliegonium der höheren Cryptogamen in Parallele zu stel-len. Von diesem Gesichtspunkte aus kann man wohl die vielsporigen Be-hälter (Sporangien) der Geläfseryptogamen mit hüllenlosen Eiknöspchen ver-gleichen, welche viele Keimsäcke enthalten, wie schon vor langer Zeit, vonanderen Gesichtspunkten ausgehend, Ernst Meyer die Sporangien derFarne als vielkeimige Samen betrachtet hat(‘). Die Bhizocarpecn bringenin ihren Macrosporangien nur Eine Spore zur Ausbildung und reihen sichdui’ch dieses Verhalten den Phanerogamen, wie auch in manchen anderenBeziehungen, am nächsten an. Die Gefahr eines tieferen Absteigens in dieniedere Cryptogamenwelt will ich für jetzt vermeiden.
II.
Die Mehrzahl der Keimbläschen in Einem Keimsack ist keinAusnahmsfall, sondern Regel. Nur sehr wenige Pflanzen werden angeführt,deren Keimsack ein einziges Keimbläschen enthält ( 2 ), gewöhnlich sindderen 2 bis 3 vorhanden, in seltneren Fällen mehrere, so z. B. bei Helian-ihcmum grandijlorum nach Meyen( 3 ); Allium (Not/ioscordon) fragransnach Tulasne( 4 ); Funlda coerulca, Scabiosa atropurpurca nach Hof meister ( 5 ); in gröfster Zahl finden sich dieselben jedoch bei Citrus , wosie nach dem Ausdrucke Hofmeisters in ihrem ersten weichen Zu-stande einen wahren Brei im oberen Ende des Embryumsacks bilden, abernach Schacht auch noch tief unten an den Seitenwänden desselben Vor-kommen ( 6 ). Mit der Mehrzahl der Keimbläschen ist die Möglichkeit der
(') Über dir Bedeutung der Organe der Farnkräuter (Isis 1829, S. 390).
( 2 ) Bei Agrnstemma. Oilhngo bilden sieb naeh Hofmeister (Entstehung des Embryoder Phaner. S. <51, laf. II) im oberen Ende des Keimsacks 2 bis 3 Zellkerne, aber nur umeinen derselben bildet sich eine Zelle, das Keimbläschen. Nothoseordum s/ria/e/lurn hat nachTulas ne (nouv. (‘tudes etc. p, ()9) gewöhnlich nur 1 Keimbläschen.
( 3 ) Meycn (Pflanzenphysiologie III, 1839, S. 316, desgleichen über Bcfruchtungsprozeliund Polyembryonie, 1840, S. 33) giebt 2 bis 8 Keimbläschen Piir diese Pflanze an.
(*) Tu las ne, nouvelles etudes d’embryogenie vegetale p. 99 ( Ann. des sc. nat. 4 me ser.Tom. IV. 1856). Tulasne fand bis 5 Embrvonal-Bläschen.
( 6 ) Hofmeister , Embryobildung der Phanerogamen in Prings heim’s Jahrbüchern I,p. 121. Er fand 3 bis 5 Keimbläschen.
( 6 ) Hofmeister 1. c. S. 9o und Übersicht etc. S. 83; Schacht, Anatomie und Phy-siologie d. PH. II (1859) S. 394, T. II, Fig. 13-16; Krüger, bot. Zeit. 1851, S. 513.*