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Polyembryonie und Keimung von Caelebogyne : ein Nachtrag zu der Abhandlung über Parthenogenesis bei Pflanzen / von A. Braun
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Polyembryonie und zwar der gewöhnlichsten Art derselben gegeben; sietritt um so wahrscheinlicher ein, je gröfser die Zahl der Keimbläschen ist,und war bei mehreren der zuletzt genannten Pflanzen ( Funlda, Allium,Citrus) schon lange vor Entdeckung der Keimbläschen bekannt. Dafs diePolyembryonie der Caelebogyne hieher gehört, geht direct aus den Beobach-tungen Radlkofers hervor und verräth sich auch noch am reifen Samendurch die Einschliefsung der Zwillings- oder Drillings-Keimlinge in einemeinfachen Eiweifskörper. Das enge Beisammenliegen mehrerer Keimbläschenin der Spitze des Keimsacks erklärt auch die Neigung verschwisterter Keim-linge zur Verwachsung, die nicht blofs der Caelebogyne zukommt, sondernauch bei anderen Pflanzen ( Euphorbia, Eeonymus, Cynanchum, Celosia etc.)beobachtet wurde, worüber ich in der nachfolgenden Zusammenstellung dasNähere angeben werde.

In besonderer Weise tritt die Mehrzahl der Keimbläschen bei denGymnospermen auf, bei welchen sie, durch eine schon lange vor der Be-fruchtung im Keimsack eintretende Zellbildung in das Gewebe des Endos-perms eingebettet, unter dem Namen der Corpascula bekannt sind ('). Die

(') Wenn ich mich in der Auffassung der in neuerer Zeit so viel bearbeiteten und vielbesprochenen Vorgänge der Embryonbildung der Gymnospermen von der Darstellung, welcheW. Hofmeister in seinem berühmten Werke (vergleichende Untersuchungen etc. 1851)gegeben und später ihcils in der Hora (1854, No. 34), thcils in Pringsbeims Jahrbüchern(Hand I, 1857) weiter entwickelt hat, und der sich neuerlich auch Schacht (Anat. undPhysiol. d. Gew. II, 1855), S. 35)7 u. f.) ? freilich mit einigen nicht unwesentlichen Abwei-chungen, angeschlossen, entferne und einer älteren Auslegung Mohls (Entw. des Emhr.von Orchis Murin, hot. Zeit. 184/, S. 472) anschliefse, so tliuc ich es, obgleich unterstütztdurch das Urtheil meines in diesem Gebiete der Untersuchung erfahrenen Freundes Mctte-nius, doch nicht ohne viele bedenken, aber auch nicht ohne die Überzeugung, dafs dasvorliegende Material der Untersuchungen nicht so durchaus klar und befriedigend ist, dafses einen Versuch die verwickelten Vorgänge im Ovulum der Gymnospermen auf eine ein-fachere Weise an die der Angiospermen anzuschliefsen, verböte. Wenn ein solcher Versuchzur völligen Aufklärung des Gegenstandes auch nicht direct beiträgt, so mag er doch viel-leicht zu wiederholter Prüfung desselben anregen. Der Cardinalpnnkt, um den es sich han-delt, ist die trage, oh das Corpusculuin in sich Keimbläschen erzeugt und somit die Rolleeines secumlären Keimsackes spielt, oder oh es sich als Ganzes zum Vorkeim entwickelt. DieEntscheidung dieser trage hängt hauptsächlich von der Benrtheilung der zellenartigen Ge-bilde ah, welche im Gopusculum nach Auflösung des urspriingli l 'h en Zellkernes und schonvor der Befruchtung, hei Pinus in sehr grofser, hei Taxus und den Cupressinen in geringererAnzahl auftreten. Die Beschreibungen Hofmeisters überzeugen nicht, dafs diese Gebildein ihrem Bau mit den Keimbläschen der Angiospermen ganz überemstinimen, von denen sie