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Polyembryonie und Keimung von Caelebogyne : ein Nachtrag zu der Abhandlung über Parthenogenesis bei Pflanzen / von A. Braun
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lichkeit noch gesteigert werden soll. Dadurch wird, gleichsam durch Ge-wohnheit, die Varietät endlich haltbar und pflanzt sich als solche ebensofort, wie sonst die Species ; idiotyp entstanden, wird sie endlich zelotyp ().

Beispiele bieten die cultivirten Abarten von liaphanus satieus, Brassicaoleracca, Daucus Carolta , und der seinem Ursprung nach freilich zweifel-hafte Rubus laciniatus ( 2 ). Die merkwürdige Fragaria vcsca monophylla { 3 )ist mit Ausnahmen zelotyp, und wahrscheinlich ebenso Fagus silmliea as-plenifolia ( 4 ). Selbst Monstrositäten können sich durch Samen wiedererzeu-gen, wie die von Vrolik beschriebene Digitalis puj-purca mit peloriseher,überhäufter und meist durchwachsener Gipfelhlüthe ( 5 ). Zu den auffallendstenhieher gehörigen Erscheinungen gehört die constante Wiedererzeugung dermonströsen Formen verschiedener Farne, z. B. des Scolopendrium x'ulgaremuüiftdum und macrosorum , Asplenium Trichomancs multijidum, A. Fi-lix feinina multijidum et monstrosum (A. monstrosum Kunze), AspidiumFilix mas crislatum et polydactylum. Dafs solche Formen irgendwo undirgend wann auf idiotypische Weise entstehen, wird durch ihr im wildwach-senden Zustand ganz vereinzeltes und höchst seltenes Vorkommen unterden Exemplaren der Stammform bewiesen, aber ihre Fortpflanzung durch

(') Man vergleiche hierüber namentlich: Noticcs sur lam^lioration des plant.es par le se-mis et considerations sur Iheirditc dans les veg6taux par M. Louis Vilmorin. Paris 1859,O Diese zuerst von Willdenow (hört. Rerol. 1816) beschriebene Form ist Idols alsGartenpllanze bekannt und scheint sich zu gewissen Formen des Kubus fru/irosus (im weiterenSinne), namentlich zu /f. macrophjr/lus Weihe, ebenso zu verhalten, wie die schlilzblättri-gen Abarten von Sambucus nigra , f-'i/is vinifera etc. zu ihren respcctiven Slanunarten.Willdenow sagt zwarnon est varietas Kubi fruticosi vel alius speciei, e seminibusenim educatus faciem constanter servat, allein diese Beständigkeit ist nach unseren jetzigenErfahrungen kein Beweis für die specifische Verschiedenheit.

(j Frugalia nmnophylla Duchcsne (hist. nat. des Fraisiers 1766) ist im Jahr 1761zu Versailles aus dem Samen von Fr. veca als einziges Exemplar entstanden. Im Jahr1764 und 1765 von Duchcsne gemachte Aussaaten haben, mit Ausnahme von 3 oder 4Individuen, wieder dieselbe lorm geliefert. In Schweden , wo diese Abart nach Fries beiSkarugata wild vorkommt, ist sie ohne Zweifel auf ähnliche Weise entstanden und haltbargeworden, oder vermehrt sich vielleicht auch nur auf vegetative Weise.

( 4 ) Ratzeburg (Standortsgewächse und Unkräuter Deutschlands 1859, S. 270) führteinen wilden Raum dieser sonderbaren Abart in einem Lauhholzrevicre von Lippe - Detmold an.Die von diesem Raume entnommenen Ruchein (leider nur wenige) lieferten ihm sännntlichwieder die var, aspleuijolin,

C) Flora 1846, No. 7.

Phys. Abh. der K. Ak. d. JYiss. 1859. Nr. 2.

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