X. Capitel.
Ueber die Steigungen und .ttrnmninngen »>.
Ueber die Nachtheile der Steigungen überhaupt.
976. Die Nachtheile der Steigungen mit Lokomotiven betriebener Bahnen lassensich unter 3 Rubriken bringen:
1. Verringerung der Fahrtgeschwindigkeit.
2. Steigerung deS Brennverbrauches auf gleiche Wegstrecken.
3. Nothwendigkeit kleinerer Züge oder mehrerer Lokomotiven für kürzere oder längereWegstrecken.
4. Nothwendigkeit von schweren Lokomotiven.
Verringerung der Fahrgeschwindigkeit.
977. Sehen wir von aller strategischen Benützung der Eisenbahnen ab, so kanneine Eisenbahn nur als eine kaufmännische Spekulation angesehenwerden, welche ihren Unternehmern, sei eS nun eine Aktiengesellschaft oderdie Staatskasse, die höchsten Zinsen tragen soll. Dieser Satz wird zwar inBeziehung auf StaatSbahnen nicht allgemein anerkannt, doch mit großem Unrechte,wie ich zeigen will. Wir wollen zwei Fälle annehmen: Eine StaatSbahn rentirtvollständig, d. h. sie wirft nicht allein die üblichen Zinsen ihres AnlagSkapitaleS ab,sondern sie liefert auch noch einen Ueberschuß zur Bildung eines AffekuranzkapitaleSfür Zeiten der Noth und deS KriegeS, in welchen der Staat die Reineinnahmenganz oder theilweise verliert, oder für den Fall der Konkurrenz eines neu erfundenenTransportmittels. 2) Die Bahn rentirt nicht nicht vollständig. 3) Die Bahn wirft mehrals eine vollständige Rente ab. Wir wollen die zwei letzter» Fälle besprechen, indemsich auS der Diskussion hierüber das Resultat für den ersten Fall von selbst ergicbt.
978. Die Bahn rentirt nicht vollständig. Wir wollen für diesen Falldas in der Eisenbahn und in ihrer Ausrüstung an Mobilien und Immobilien steckende
*) Dieses Kapitel wurde später redigirt, als der größte Theil des vorhergehenden TerteS schongedruckt war, weswegen fich in Beziehung auf letzter» manchmal kleine Widersprüche erge-ben dürften.