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stellend, in einer gerade ablaufenden schrägen Fläche liegt; selbst nach dem heftig-sten Sturmwinde behält er diese rage, ohne das mindeste von seiner Oberfläche ver-loren zu haben. Bey meiner letztem Reise (17Q8) in Holland habe ich auf diesenumstand auch sorgfältig geachtet, und den Strand bey Goederede, an den Inseln tc-xel , vlieland und rerschelling , so wie an a. o. so gefunden. Es mufs also l) dieMittellinie a b Fig. 8 . t. 50 . eines in das Meer hineingehenden uöftes , nicht einesufer - Revettements, so flach als möglich und nach einer geraden Linie gebildet seyn.Auch die werke der Kunst sprechen für diese Bestimmung; so bleiben z. b. die blofsenBuschwerke am nordwestlichen Gestade von Goederede dem heftigen Nord- und Nord-westwinde blofs gestellt, nur defswegen liegen, weil sie flach ablaufen, daher habensie seit ihrer Erbauung keine andere Beschädigung erlitten, als diejenige, welche vonder Einwirkung des seewassers auf die oberste Buschlage und den Verzäunungen er-folgte, und die alle drey Jahre eine neue Decklage erfordert. Wie vielfältig sindaber nicht dagegen die Beschädigungen, an denen in ihrer Nähe gelegenen hölzernenschirmhöfter' gewesen? Nimmt man aber die holländischen Busch -steinhöfter zumMuster an, und die dazu mit allem Rechte aufgestellt werden können; so ist es zweck-mäfsig, dafs die Neigung der Mittellinie ab ( f . 8 . t . 50 .) des HÖftes sich zur Hoheag wie 66:1 verhält. Alsdann wird die tobende welle auf des Werkes Oberflächesanft aufrollen, und ihre Kraft wird allmählig geschwächt werden. Die krumme Li-nie wird bey einem ins Meer hineingehenden werke in der Ausführung viele Schwierig-keiten darbieten, und wie geringe ist nicht die Elevation einer curve bey einem indie see hineintretenden werke, dessen Oberfläche eine schräge enthält, die sich zurLänge zwischen l : 6o und l: QO verhält? und zeigt uns nicht hierin, wie wir so ebengesehen haben, die Natur die richtigen wege? Indessen mufs man einen unterschiedzwischen uferdecken , dem ufer nahe gelegenen oder mit dem ufer parallel laufendenwerken und solchen HÖftern, die in.die see hineingehen, machen; denn es scheintdie Wirkung der Natur für die convexität der Steinböschungen am ruf sc des vfers zusprechen, weil eine vor dem. vfer hin (nicht auf den Strand in die see hinein,'wo des Fluthstromes und der aufrollenden welle Wirkung eintritt, auch nicht aufdas seeufer) geschüttete steinbank, gar bald eine convexe Oberfläche erhält. Indessenwird auch hierüber die Anwendung und das Local entscheiden müssen: denn zu sol-chen -werken, die in beträchtlicher riefe aufgeführt werden, lassen sich theoretischeVorschriften nicht genau befolgen; ja, was am Fufs des seeufers vor dem waat undStrand leicht in Ausübung gebracht werden kann , ist nicht in grofser Tiefe anwend-bar ; insbesondere da «man unter diesen umständen die Dossirung so flach als mög-lich machen mufs, wo also selbst die convexität unmerklich wird.
$, 11. Da die wellen an ein steiles Seeufer stärker als ein flachablaufendesanbranden, und mit gröfserer Gewalt zurücklaufen, so mufs das vor demselben zulegende HÖft auch eine gröfsere Böschung erhalten. Was also die vorm des vordem rheils