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eines seenferbaues oder HÖftes anbetrifft, so wird es zweckmäfsig seyn, sie nach ei-nem halben Zirkel zu runden und die Dossirung nach einer Elipse auslaufen zu las-sen. In beträchtlicher Tiefe, mag diese zur Höhe wie 12:1, wie 6:1 und in min-derer Tiefe wie 4: 1 oder wie 3: 1 sich verhalten. Bey dieser Bestimmung mufs im-mer, wie gesagt, auf die Lage des Seeufers selbst Rücksicht genommen werden.Hafenhöfter, an denen die schiffe anlanden sollen, dürfen gegen die nafenstrafse zu,nicht eine solche sanfte Abdachung haben. So werden z. n. die schmalen Einfahrtenöfters nur eine Dossirung wie 1:1, nämlich Hafenwärts, gestatten. Auch wird dieseDossirung hinreichend seyn, da man sie ja unter der Linie ab f. 12. t, 50. so tiefdie Schiffe gehen, verstärken, und also dem werke eine grofse Basis geben kann.Die eirkelrunde Form, welche der nopf eines HÖftes haben mufs, läfst sich nicht nurbequem construiren, sondern sie schwächt auch des Stromes und Wellenschlages Ge-schwindigkeit ; defswegen sind insbesondere die Buschsteinhöfter sowohl bey s Gravesandeals bey retten (t. 40. und 42.) mit einem nach einem halben cirkel geformten Ko-pfe versehen. Nach den zwo Seiten hin mögen sich die Dossirungen derer in be-trächtlicher Tiefe zu erbauenden werke, nicht die Oberfläche, zur uöhc wie 3 : 1oder wie 4 :1 verhalten.
$. 12. In Ansehung dessen, welches in praxi? die befste rigur für das queer-■profil des obern - rheiles (f. 9 . t. 50.) eines HÖftes sey, ist zu bemerken, dafs der Eisgangsich über die Oberfläche solcher werke stürzt, und auf derselben die Eisschollen brechen, dafsder Fluthstrom (während den stürmen) die Oberfläche bald nach dieser, dann nacheiner andern Richtung angreift und über sie fällt; Und dafs endlich die Barren gegen solcheOberfläche in ihrem furchtbaren Angriff zerstäuben. Es ist sonach einleuchtend, dafs mandem Queerprofil eines HÖftes eine runde Form geben; daher werden dessen höchsterpunct a (f. 9 . t. 50.) und die beyden seitenpuncte i und k, die drey i'uncte seyn,welche man mit einem Segment des cirkels verbinden mufs, und alsdann wird dieOberfläche des Werkes von der Linie iak gebildet. Ein solches profil erfordert we-niger Materialien als ein anderes, und bietet der welle so wie dem ströme einengleichförmigen widerstand dar. Es hann von Faschinen sehr gut construirt werden,wie es die Erfahrung beweist, und die auf den obern Lagen gelegten Steine setzensich durch ihr senken immer fester zusammen.
Ueberhaupt mufs die Oberfläche eines HÖftes oder in die see hineingehenden Bau-werkes so eben als möglich seyn, damit die wellen ohne Störung darauf auflaufen,und die einzelnen Materialien weder von diesen noch dem Fluthstrome heftig ange-griffen werden. In dieser Hinsicht hat man auch die werke am Helder recht sorgfältigmit grofsen steinen gedeckt, und diese auf die hohe Kante gesetzt, den Zwischen-raum aber mit steiuschut ausgefüllt. Selbst der grofse Fangedam am Nieuwendiep t. 47., indem eine pfahlreibe wegen dem verlaufen des Sandes geschlagen ist, ist mit ziegel-graus und grofsen steinen, über die pfähle hin, gedeckt worden. Wie nöthig dieses