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urtheil hören will: „man wolle die Geschäfte über das Knie abbrechen! u so be-weifst uns doch die Geschichte aller Zeiten, dafs manche der gröfsten werke, welehenoch nach Jahrtausenden die Nachwelt in Erstaunen setzen, ohne viele schriftlicheVerhandlungen zu stände gekommen sind. Des plinius Briefe an Trajan geben hie-von einen deutlichen Beweis. Doch! ich komme auf die Haupt-Materie zurück*
4. Die Auswässerung besteht in der Leitung desjenigen wassers, welchesin den bereits trocken gelegten und in urbar gemachten oder in eingedeichten Bezir-ken eingetreten ist: entweder durch ueberschwemmungen aus Quellen oder vonSchnee und Regenwasser, welches Wasser ins Meer oder in canäle des Bezirkes,worin es auf einen natürlichen Abhang ihres Bodens abfliefst, geführt, oder das mitMaschinen auf diese canäle gehoben wird, um aus denselben, vermittelst schleusen,einen Abflufs in die tiefer liegenden Gewässer zu erhalten. Ehe und bevor die Aus-wässerung angeordnet werden kann, mufs demnach die Entwässerung oder auch dieAustrocknung bewerkstelligt seyn.
$, 5. Sandgegenden, unfruchtbare, ausgetrocknete Sumpfbezirke, oder einentrockenen unfruchtbaren Boden mit Bach - Quell - und Regenwasser, oder mit demWasser der Flüsse, wildbäche und waldströme, wenn sie mit fetter Erde geschwän-gert sind, oder endlich mit künstlich gedüngten wasser zuweilen überflöfsen , heifstbewässern. .
§. 6 . Von der Entwässerung insbesondere , wenn der Boden des zu entwäs-sernden Bezirkes hoher als das höchste sommerwasser des plusses , oder die dassumpfwasser aufzunehmenden Gewässer (Recipient ) liegt.
Die Entwässerung irgend- eines Sumpfbezirkes kann nun durch folgende Metho-den bewerkstelligt werden, l) Wenn der Hauptabzugscanal, der den Recipientendes abzuführenden Wassers bildet, hinreichenden Abhang und rrofilgröfse hat, umdas in denselben einzuleitende wasser, mit der erforderlichen Geschwindigkeit, fort-zuführen* 2) Wenn dem Hauptcanal entweder durch correction desjenigen Flusses,in welchen er sich einmündet und den ich den Hauptrecipienten nennen will, oderdurch Verlängerung des erstem, damit er sich später mit diesem -letztem vereinige,ein gröfseres Gefall gegeben wird, welches auch geschehen kann, wenn man den ca-nal durch Berge und unter Berge hinführt. Alles dieses mufs zuweilen bewerkstel-liget werden, um solchem canal einen hinreichenden Abhang und Geschwindigkeitzu geben*
Die Entwässerung eines Sumpfbezirkes kann auch bewirkt werden 3) vermittelstSammelplätze (sammelteiche) oder Bassins (holl. Boezems), 4) durch Anschwem-mungen und 5) mit Schöpfmaschinen, die das wasser aus den sammelgräben auf denAbzugscanal öder von diesem in die nahen Flüsse und canäle heben.
6) Steht endlich in einem nassen sumpf, in nassen wiesen, oder in Wäldern,so viel wasser, dafs es in Gräbern gesammelt werden mufs, demselben aber ein Ab-