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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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flufs ohne zu grofse Kosten nicht gegeben werden mag, so mache man in der tief-sten strecke des zu entwässernden Bezirkes solche breite und tiefe Graben oder Senk-gruben, die das wasser aufnehmen können.

7 ) Auf manches Local wird man wegen seiner Trockenlegung Fischteiche anle-gen können, die das wasser sammeln; auf diese weise also eine Entwässerung durchSammelplätze bewirken. Diese Methode bedarf indessen keiner weitern Anleitung,weil die sammelteiche, nach Maafsgabe des öconomischen yortlreils, und je nachdemsie die Gegend austrocknen, nach und nach vergröfsert werden können.

$. 7. Wir wollen jetzt die wesentlichsten dieser Methoden näher darstellen,und die bey der Ausübung nöthigen Grundsätze und Maafsregeln mittheilen. Man-che Aufgaben werde ich indessen übergehen müssen: denn es ist noch eine vollgül-tige Theorie von der Bewegung des wmssers in offenen canälen äusserst wiinschens-werth und vielleicht kann man dem Mangel einer solchen den umstand beymessen,dafs die Geschwindigkeit der fliessenden Gewässer von so vielen physicalischen Ursa-chen beschleunigt oder verzögert wird, S. e. i. s. 24 — 30.

8. Da man einen Bezirk entwässert oder austrocknet : wenn der Abzugs-canaloder der Flufs, welcher jenen canal selbst bildet, hinreichenden Abhang uud Gröfse hat,um das in denselben einzuleitende wasser mit der erforderlichen Geschwindigkeit ab-zuführen : so mufs die rage der trocken zu legenden Gegend und des Haupt-Recipien-ten; so weit derselbe, auf die Trockenlegung Einflufs hat, genau aufgenommen und nivel-lirt auch die Quantität der abzuführenden wusserrnenge beyläufig berechnet seyn.Die Bestimmung dieser letztem ist aber ein schwieriges Geschäft, ja! dasselbe wirdnie zur äussersten Genauigkeit gebracht werden, weil man das Volumen des Quell-Wassers, so wie des sich in dem sumpfe befindlichen Wassers und des Regenwassers,nicht genau berechnen kann. Man wird daher, wie gesagt, darüber nur beyläufigeine Berechnung anstellen können, und diese ist auch hinreichend: denn es kömmtbey solchen Anstalten , welche die Austrocknung und Entwässerung bilden , nicht aufTage und wochen an.

8. Soll die Austrocknung oder auch die Entwässerung nach der Methode,wobey die correction des Haupt -Kecipienten mothwendig wird, ausgeführt werden:so mufs eine hydrometrische Messung desselben vorangehen, um zu entscheiden, wieviel die Durchgrabungen der Flufsserpentinen oder die Wegnahme der darin befind-lichen einzelnen Erhöhungen des Flufsbettes, oder die Verbesserung der darinliegen-den wehre, die Neigung des Stromes vergröfsern können; wenn nämlich die natürli-che Neigung und Geschwindigkeit zu geringe ist, um dem Sumpfwasser hinreichendenAbfiufs zu verschaffen.

Man wird ferner untersuchen: ob nicht Mühlen oder Maschinen diese Neigungzu viel unterbrechen; in wie ferne sich mit denselben so wie mit den wehren eini-ge Verbesserungen machen lasseu, und ob diese wehre nicht nach der Methode, wel-