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die ich bey dem Landshuter wehr (Tab. 102.) angeordnet habe, in Dnrchlafswehrezu verwandeln sind.
Bey solchen ruaafsregeln mufs man demnach die zeit, in welcher die Entwässe-rung oder Ausfxocknung bewirkt werden soll, ungefähr bestimmen, den Abhang,welchen man dem Abzugscanal geben kann, nivellirt haben, seine Geschwindigkeitund die abzuleitende wassermenge beyläufig wissen. Diese letztere besteht nun ei-nes xheils in dem auf der Oberfläche des auszutrocknenden Bezirkes stehenden Was-sers, andern Theils in dem dazu kommenden Quell - und r,egenwasser, wovon diezu verdunstende Quantität abgezogen wird. Diese letztere dürfte dem Regenwasserdas Jahr über gerechnet, ziemlich gleich seyn. Selbst in Gefässen, worin die Aus-dünstung nicht so beträchtlich ist, als im bewegten wasser der Düsse und seen, istdieser unterschied nicht grofs. So regnet es z. b. in Holland , nach denen auf zwaa-nenburg angestellten Beobachtungen, jährlich 26 zoll hoch, und die Verdünstung be-trägt 22 -^ö zoll.
I11 den mehresten Gegenden darf man aber die, während den sommermonothenstärker eintretende verdiinstung nicht abwarten, sondern man mufs das wasser gleichnach den negenmonathen fortschaffen.
$♦ 10. Wenn der Abzugscanal nicht einen hinreichenden Abhang hat: so kannbey manchem Local dieser Abhang, wie gesagt, dadurch vermehrt werden, dafs manden Canal verlängert, ihn weiter abwärts in den Recipienten einleitet, also von die-sem seine Neigung profitirt. Dieser Abhang darf jedoch nicht so grofs werden, dafsdie Geschwindigkeit des Wassers so stark werde, um an den ufern des AbzugsgrabensEinrisse zu verursachen, oder man mufs dessen wände mit uferbauten sichern. Hataber der rlufs, welcher die abgeleitete wassermasse aufnimmt (der Haupt-Recipient)eine hinreichende Neigung, um den Abzugsgraben auf dem kürzesten wege in ihmeinzumiinden, desto besser: denn so wird viel erspart!
$..11. Bildet ein kleiner Flufs oder Bach, den Abzugscanal, so ist die Entwäs-serung des sumpfthales leicht möglich, selbst wenn der Bach zu wenig Abhang undGröfse hat, denn man kann dessen Krümmen durctigraben, sein Bett reguliren, ver-tiefen und verlegen, nach ihm aber die Seitengräben hinführen, die Quellen des Sum-pfes abbohren und in die Nebengräben leiten. Wie manches sumpfthal könnte nichtauf diese weise in die befsten wiesen verwandelt öder zu Ackerland gemacht wer-den : wenn nur nicht die Müller überall zu hohe und der Agricultur schädlicheWehre hätten!
$. 12. Ich will hier nun dasjenige anführen, was bey diesen Methoden zu be-rücksichtigen ist. Der Hauptabzugscanal oder Entwässerungsgraben mufs in den tiefstliegenden xheil, und wo möglich in der Mitte des zu entwässernden Bezirkes mit eirnem gleichförmigen Abhange ( 1 . b. s. 20.) geführt, folglich nicht mit Wasserrädernbelegt werden. Er mufs ein hinreichend grofses profil erhalten, um das sämmtliche