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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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aus dem Bezirk gezogene Wasser aufzunehmen und abzuführen« So haben z. b, inHolland die Hauptentwässerungscanäle eine Breite von 24 bis 48 Fufs; die mittlernVon 12 bis 24 Fufs und die kleinsten von 6 bis 12 nufs. Die erstere beträchtlicheobere Breite ist jedoch nur daselbst rathsam, wo diese canäle geringen oder keinenAbhang haben. In den mehrsten Fällen wird man mit der Breite von 12 bis 24 Fufsfür den nauptcanal und mit 6 bis 12 Fufs für die Mittlern Gräben, so wie mit 3 bis6 Fufs für die kleinsten auskommen können* b) Die Seitenwände dieser canäle müs-sen eine solche Böschung erhalten, damit sie nicht nachfallen. Im losen Grunde magsich (nach der Erfahrung) die aasis der Böschung zur nöhe wie 3 zu 1; im Thonbo-den wie lf : 1; in der Dammerde wie 2 t l verhalten. Es können auch in denGrabenwänden Absätze angelegt werden, um das Herabrollen eines lockern Erdreichszu verhüten. Man setzt zuweilen bey solchem Boden auch Rasenwände auf, undvermindert alsdann die Böschung, je nachdem die Rasen fett oder lehmigt sind; führtauch wohl’aus Balken, pfählen, Brettern unh Faschinenbau bestehende wände, ja so-gar Steinböschungen auf. Erfahrung und die Beschaffenheit der in der Nähe von süm-pfen befindlichen Materialien, so wie die Natur des Erdreichs und der zu dem ufer-bau vorhandene Raum, welcher öfters besonders in Städten und Dörfern klein ist,wird übrigens jedem Ingenieur die befsten Verhältnisse der Basis von der Böschungzur Höhe, so wie die Bauconstruction bestimmen lassen. Unwandelhare Vorschriftensind darüber nicht zu geben, weil der Boden zu verschieden ist; hier besteht dersel-be aus mehreren Erdarten, als Sand und Kies, dort aus Thon, Gartenerde und steinenu. s. w« Es giebt nämlich auch örtliche Fälle, wobeydieufer wegen der Nähe der Gebäudeoder der Kostbarkeit des Bodens wegen, aus verticalen Mauern oder Balkenwänden ge-macht werden müssen , weil es für die Böschungen an Raum gebrieht. Auch habeich darüber bereits im ersten Bande, beym Deichbau, das NÖthige abgehandelt.Im Allgemeinen ist es zweckmäfsiger ; die Böschung eher zu flach als zu steil zumachen, denn man ist vielleicht, nach der ersten Anlage der canäle, genöthigt, die-selben etwas auszutiefen, und dann ist eine grofse Böschung sehr nützlich. Manchetäuschen sich beym Auswerfen der Erde und meynen, weil die wände so gut stehen,dafs sie denselben keine sonderliche Böschung geben dürfen. Kömmt aber der Win-ter, so friert die Erde oder wird locker, und die Frühlingssonne trennt die einzel-nen Erdklumpen noch mehr, indem sie die darin enthaltene Nässe anflöfst j alsdannrollen ganze stücke in den Graben. Die letzte Arbeit oder ein abermaliges Abgrabender Seitenwände kommt dann oft höher zu stehen, als wenn gleich anfänglich derGrund seitwärts geworfen und eine zweckmäfsige Böschung abgestochen worden wä-re. Wird der Fehler aber nicht verbessert, so ist die ganze Entwässerung zweck-widrig !

c) Zuweilen müssen die sich in den Haupt - Reeipienten einmündenden Entwäs-serungsgräben, vor ihrer Vereinigung mit diesem, in hölzernen oder gemauerten Ge-il. Bb 31 -r