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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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rinnen (schuttgerinnen) geführt werden, wenn sie nämlich über ein tiefliegendesrand laufen und viel steingerölle führen; mit diesem würden sie nämlich das Landbedecken. Besonders sind solche Gerinne, die aus Holzwänden gemacht werden, beyder Abführung der wildbäche und Bergwässer nothwendig: denn diese breiten sich,am Fnfse der Berge, über grofse Bezirke aus, wenn sie anschwellen. Dieselben müs-sen daher, wenn sie in den Hauptrecipienten zu viel Material führen, welches seinBett dergestalt erhöhen würde, dafs er das Sumpfwasser nicht aufnehmen könnte,bereits in den Bergschluchten durch Thalsperren abgebaut werden, hinter denen ihrMaterial liegen bleibt, oder in schuttgerinnen über den Entwdsserungs-canal zuge-führt, dann aber dem Hauptrecipienten zugewiesen werden.

Eine xhalsperre besteht aus übereinander geworfenen Bäumen, an denen mandie Aeste läfst, aus Faschinendämmen oder aus Mauern, aus einer Balkenwand odermehreren solchen wänden, wo alsdann die dazwischen gemachten Räume mit grofsensteinen, Kiesel oder Mauerwerk ausgefüllt werden und wodurch eine Dammkisteentsteht.

§. 15. Ist die Richtung und GrÖlse des Hauptcanals bestimmt, dessen Anfangund Ende, so mufs der Abhang, welcher zwischen dem niedrigsten Wasserstande desHaupt - Recipienten und dem künftigen Wasserspiegel der Austrocknung, beym Anfän-ge dieses anzulegenden canals, durch wiederholtes genaues Nivelliren gefunden ist,gleichförmig auf die gesammte Länge vertheilt, also dem Bette einen hydrotechni-schen Abhang gegeben, d. i. der Abflufs so viel als möglich befördern werden. S. b. r.s. 20. Dies ist in der That der Hauptgrundsatz bey einem Entwässcrungs - projecte!

Soll nun zur Anlage des Entwässerungs-Grabens geschritten werden, so ist des-sen Boden, in der Nähe des Haupt-Recipienten, um diesem seine Tiefe (unter demniedrigsten wasserstande) abzustecken, und hiermit wäre sein Endpunct bestimmt.Diese Tiefe mufs der Abzugscanal bey dem Hauptrecipienten haben, wenn sein Ge-fall hinreichend grofs, und wenn die Entwässerung so wie die Auswässerung in denRecipienten, durch diesen seine Anschwellung, nie gehemmt werden soll. Es mufs al-so der Entwässerungscanal so weit abwärts als möglich in den Hauptrecipienten ein-geführt werden.

§. 14* Fehlt diesem Canal aber ein hinreichender Abhang, wenn er nach die-ser Bestimmung ausgehoben w'ürde: so mufs eine Bedeichung des zu entwässerndenBezirkes vorgenommen, eine schleuse und eine das sumpf - oder Binnenwasser in das hö-her liegende Bassin aufwe^feride Maschine angelegt werden. Aus diesem Bassin oderaus diesem sammelteich, den die Holländer Mahlbusen nennen, weil darin das Was-ser der canäle durch Maschinen aufgefördert (aufgemahlen) wird, tritt dann dasWasser durch eine schleuse in den nahen Flufs oder ins Meer. Diese schleuse istnothwendig, weil sie die äussere Hochgewässer von dem sammelteiche abhält. Mannennt im Allgemeinen eine solche schleuse, Auswässerungs * oder Auswässernde - schleuse.