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»ecipienten führen kann, als wenn man den Entwässerungscanal verlängern , mithinmehr Abhang und Geschwindigkeit geben wollte.
Vor der obern Mündung dieser Ableitungsgräben müssen Stauschütze angelegtseyn, wenn sie, blos beym hohen wasserstande des Hauptgrabens, das wasser ab-führen sollen; ja, man bestimmt die Hohe der stauschütze und ihrer schwellen,nach Maafsgabe das wasser im Hauptgraben stehen kann, ohne für die Entwässerungoder auch für die Schiffahrt auf dem Hauptcanal, nachtheilig zu seyn.
§. 30. Da, wo aus den Eis - und Schneegebirgen, d, i. aus den Gletschern,die man in Tyrol Ferner nennt, viel schneewasser fliefst, wird der Ingenieur gend-thigt, dieses wasser längs denen von einer Seite den Sumpf begränzenden Anhöhen,in offenen Gräben oder über die tiefsten stellen der Austrocknung, in hölzernenGerinnen oder Rohren, abgesondert, zu führen, weil dieses wasser die Gräsereyenverdirbt, welches überall, wo Gletscher sind, sich ereignet. Eben diese Maafsregelmufs bey denjenigen Bergflüssen statt finden, welche während Regengüssen viele steineund Kiesel führen, weil daraus ein unfruchtbarer Boden entsteht. Sie müssen alsodem Recipienten, ohne Nachtheil der bereits ausgetrockneten Bezirke (also in abge-sonderten Gräben oder Gerinnen), zugeführt werden,
$,31. So abwechselnd nun das nocal ist, eben so verschieden sind die Maafs-regeln; diese müssen daher nicht nur wissenschaftlich, sondern auch öconomischwohl erwogen werden! Moräste, die aus quellen entstehen, wenn Bäche in den ihnennahe liegende Sandschichten verseigen, sind z. b. anders zu behandeln, als solche, indenen das wasser, welches in den obern Erdschichten und auf der Oberfläche steht,keinen Abflufs hat. Bey Trockenlegung derselben müssen an diesen ihrem Randedurch Grundbohrungen die Erd - und sandlager entdeckt werden, durcl? welche dieunterirdischen Gewässer durchseigen. Alsdann ziehe man längs einem solchen Mo-rast über die sandlager hin einen Graben und mache in denselben Bohrschächte, wodie Probebohrungen sie als zweckmäfsig gezeigt hatten. Fallen die Bohrlöcher baldzu, so setze man darin RÖhrerx, lege um dieselben in den Graben steingraus, undversehe die oefnung mit einem Drahtgitter oder mit einem hölzernen Stöpsel, worintöcher gebohrt werden. Von diesen Bohrschächten ab führe man alsdann Abzugs-gräben in den nächsten Flufs oder Bach , und vereinige diese Fangegräben des quell -wassers erst am Ende des Morastes mit dem Haupt - Abzugscanal, um den erstem denmöglichst gröfsten Abhang, also die möglichst gröfste Geschwindigkeit zu geben.Finden sich auch quellen in der Nähe dieses letztem, so suche man sie gleichfalls,-■durch Grundbohrungen, zu Tage, in ihm aufsteigen zu machen»
In England hat z. b. Eikingston durch Abfangung der quellen viele Moräste aus-getrocknet, und eine Prämie von eilf tausend Gulden für diese Methode erhalten!Zuverläfsig bedarf sie auch keiner Fürsprache, wenn erwogen wird, dafs da, wo diequellen die Ursache eines Morastes sind, die Gräben das in der obern Erdschichte
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