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and auf der Oberfläche stehende wasser nicht entwässern können, weil sie ja nichtdie wahre Ursache der Versumpfung aufheben, d. i. die Quellen nicht abfangen. DerGraf von podewils hat sich daher durch seine uebersetzung des John Johnstons Ab-handlung über das Austrocknen der sümpfe und Entwässerung kaltgründiger Aecker,nach der neuesten von dem Herrn Eikingston entdeckten verfassungsart, mittelst Ab-fangen der Quellen, um den Ackerbau verdient gemacht. Diese Schrift zeigt die ver-fahrungsarten umständlich , welches der plan dieses Werkes nicht erlaubt, und ichverweise deswegen den Leser, welcher solche Bezirke entwässern will, auf dieselbe*).
§♦ 32. Die Entwässerung kaltgründiger nasser jüändereyen werde ich dahernur kurz berühren, a) Steht das wasser auf der Oberfläche, so lege man offeneGräben an, und zwar nicht von den Bergen gerade herunter, sondern in schrägerRichtung , damit ein Graben einen gröfsern Bezirk trocknen mache. Auf der Ebene füh-re man die Gräben in den tiefsten stellen, in hinlänglicher Anzahl, mit hinreichenderBreite und xiefe. b) Wo der Erdboden aus Lehm und Thon besteht, und er daswasser nicht durchläfst, auch die Nässe tief eingedrungen ist, da lege man bedeckteGräben mit nolz, steinen und Bufch an; schütte darauf zwey Schuh hoch Erde odernies, damit das vieh nicht durchtrete. Auch die Grabenflur wird man öfters befe-stigen müssen, damit das wasser in den Boden nicht eindringe. Dies kann mit Feld-steinen , nolz, Busch, Stroh und schilf, wenn letzteres geflochten ist, bewerkstelli-get werden, je nachdem der Boden beschaffen ist. Besteht die Grabenflur aus festemThon - und nlayboden, da kann man sich zur Auspflasterung, der steine bedienen;wo sie aus porösem Boden besteht, wird man sie mit Lehm', Thon, Kiesel und Mauer-schutt ausfüllen, c) In einigen kaltgriindigen Aeckern kann schon, mittelst einemgrofsen Hackenflug, zu ziehende Wasserfurchen viel geholfen werden, und diese soll-ten nie fehlen **), Auch wird es nöthig seyn, wo Quellen sind, Grundbohrungenzu machen und zu verfahren, wie oben gezeigt wird. In keinem Lande habe ichmehrere Abzugsgräben in kaltgriindigen Ländereyen angetroffen, als in Mecklenburg.Sie haben mir bey der Aufnahme dieses Landes viel zu schaffen gemacht! Ohnedie-selben würde Mecklenburg, als ein kaltgründiges Land, nicht die Hälfte Korn tragen.Und so wie der angehende oeconom in diesem Lande viel lernen kann, wird er auchüber die Ziehung der Gräben manche nützliche Erfahrung sammeln, ja! vieles aus-
*) In des Pr. o, o. B. Rath Ziteimanns Abhandlung, in der Sammlung nützlicher Aufsätze und Nachrich-ten, die Baukunst betreffend 1. b. sind auch manche nützliche Vorschriften und historische Notizenenthalten, wie auch in der practisch öconomischen Wasserbaukunst für Beamte u. s. w. von Scheyer.Insbesondere sind diese Schriften wegen der Bewässerung nützlich,
**) h)en Hackenflug kann man auch zum Aiifreissen der Erd - Oberfläche, da wo Gräben angelegt werden
sollen, mit gvofsem Vortheil gebrauchen. Warum derselbe im Kriege zur Zerstörung der gewöhnlichen
unchauesirien Suafsen nicht angewendet wird, ist mir unerklärbar. Doch die einfachen Mittel finden
selten Ein^an^!
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