Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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reren Tagen und .woeben bewerkstelligen« Kann der Ingenieur also die ueberscliwem-mungen nicht gänzlich verhindern: so sieht er sich leider genöthigt, für ihre schnelleAbzapfung oder Entwässerung im voraus sorge zu tragen. Er lasse also denjenigenDeich, in welchen er, zur zeit der NOtb, Durchgrabungen veranstalten mufs, ohnedie Inondation abzuwarten, vorher durchgraben» Hat er dieses neichstück , dem Bo-den oder Mayfelde gleich abgetragen, und die Erde zu beyden Seiten der oefnung,zum künftigen Gebrauch, an den neich werfen lassen, alsdann lasse er dieses stückwieder einen schuh höher, als der Erd-Deich liegt, von Sand auvführen, mit 8 bis10 Fufs mime, und gebe jeder Seite Fufs Dossirung auf jeden Fufs Hohe. Die-sen sanddeich lasse er nach den zwo seiten und auf der Krone mit guter Deicherdeoder nlayboden belegen, und zwar nach aussen zwey Fufs und nach innen so wieauf der Krone einen schuh dick. Auf diese weise wird der Deich allen hohen Ge-wässern widerstehen, wenn der einen schuh niedrige Erd-Deich ihnen widerstandenhatte. Ein Beweis, dafs dieser Vorschlag anwendbar ist, sind die Sand-Seedeichevon westcappcl Tab. 57. und am aoedereeschen viep Tab. 46 .

Soll dann die ueberschwemmung abgezapft werden, so wird die Klaydecke vorneso tief als möglich und binnenwärts ganz abgestochen, der sandbörper durchgegra-ben, das wasser stürzt durch die oefnung und verläfst die inondirte Landschaft*Diese Methode ist daselbst anwendbar, wo der Boden oder das Mayfeld sehr festund die durchziehende wassermasse, wegen dem geringen Abhang des Terrains, nichtmit solcher Geschwindigkeit fliefst, die Grundbrüche verursachen kann* Wo aber dieGeschwindigkeit so grofs ist, dafs diese zu befürchten sind, daselbst mufs in solcheroefnung ein auf der Oberfläche mit Verzäunungen versehenes , und mit ziegelgrausund steinen beschwertes Buschbett oder ein Faschinenbau, wenigstens vier schuh indas Mayfeld hineingesenkt und demselben gleich hoch gelegt werden. Auf ein sol-ches Buschbett kommt hernach der sanddeich zu liegen, und auf diesem die rday-decken. Alsdann mufs aber die vordere Klaylage das Buschbett vorne ganz bede-cken, und dieselbe mufs, bis einige Fufs über dasselbe, wenigstens vier schuh dickseyn, damit das Wasser zu den Zwischenräumen der steine nicht gelange und nichtdurchsickere. Da ich schon beym Deichbau einige Methoden, solche Hiilföfnungenzu machen, erklärt habe, so mufs ich hier davon ahbrechen.

Diese Methode kann man auch daselbst anwenden, wo es nützlich ist, das Herbst-tmd winterwasser eines Flusses in einen wiesen - oder weidebezirk einzulassen. Vordem Eintritt des Winterwassers wird nämlich die oefnung .gemacht, und wenn Aus-gangs winters oder im Frühling der Flufs gefallen ist, so fällt auch die Inondationwieder. Ist es öconomisch räthlich, diese bis zu einer gewissen Hohe in den Bezirkzu erhalten, wenn gleich die Beschaffenheit des Flusses, d. i. sein niedriger wasser-stand es nichs zuläfst, so wird das Eus.chbett bis zu dieser Hohe angelegt, um das