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zurückgehälteire wasser zur gelegenen zeit, mittelst schleusen, abzulassen. Vieleswasser wird auch durch das Buschbett, nach und nach, hindurch rieseln.
Welche von diesen Methoden man nun auch wählen möge, so mufs doch auchfür die Befestigung derer an einer solchen oefnung stofsenden Deichenden, mittelst Fa-schinenbauten oder pfahlwänden, gesorgt werden, damit der Deich nicht weiter, alsdiese bestimmte oefnung geht, fortgerissen werde. Doch dies gehört, so wie einigeandere Methoden, für den Deichbau, wo ich das NÖthigste vorgetragen habe.
Zu der schleunigen Abzapfung derer in das nand eingetretenen Hochgewässerkönnen auch Balkenwände dienen, und zwar nach einer solchen Einrichtung als dieBalkenwände des nandshuter Isarwehres (xab. 101, und 102.) welches ich in diesemsande noch beschreiben werde, und worauf ich also verweise. Ein solches Durch-lafswehr mag, mit Weglassung der oefnungen in den pfeilern , einen xheil eines Dam-mes ausmachen. Dasselbe kann also augenblicklich geöffnet werden. Dessen seiten-wände und sohle mögen auch aus Balken und das sturzbett aus einem bedieltenschwell - oder pfähl-Koste bestehen.
§. 45. Von den Grundsätzen und practiscken maafsregeln der Bewässerung ,
Es giebt Bezirke, die aus Moorerde oder Sand bestehen, weiche , wenn sie ent-wässert worden sind , zu trocken und dürre werden, als dafs sie Gras oder Getreidetragen können; auch giebt es sandschellen, die nichts hervorbringen. Diese müssenalso mit Flufswasser, mit dem wasser, welches aus Fischteichen, aus Mistjauchenund quellen fliefst, oder mit künstlich gedüngtes wasser, bewässert werden, undzwar wo möglich im Frühling und Herbste, wenn die Flüsse und Bäche trübes fet-tes Material führen; zuweilen auch im sommer, nämlich da , wo die wiesen öfters,als zweymal gemäht werden, auch da, wo sie sehr dürre sind. Man kann sie auch,besser nach als vor der Bewässerung, mit Mergel , Asche, Dünger, Gyps und Kalch bestreuen.
Solches wasser, dessen fruchttreibende Kraft aus der Erfahrung bekannt ist, wirdin einem , auf den höchsten stellen um den zu bewässernden Bezirk oder längs des-sen höchsten Rand hin gelegten Bewässerungsgraben , entweder mit Hülfe des natür-lichen Gefälles in offenen Gräben Aquäducten und Rohren, cder mit Maschinen, ge-leitet; auch wohl in einem Busen oder in ein Bassin gesammelt. Fast alles, was ichnun über die Leitung des w’assers bey den Entwässerungen gesagt habe, lädst sichauch hier anwenden.
Das wasser eines newässerungs-Grabens wird dann, mittelst Meiner schütze, ge-staut*), und auf diese weise seitwärts in die kleinen, einen bis 2 Fiifs breiten, wässe-rungsgräben vertheilt, welche an der Mündung zwey schuh breit seyn können. Siewerden öfters nur aufgepflügt, und nach der wässerungszeit wieder zngeworfen;
•) Oefters legt man in den KauptbeWässerungsgräben und in die Sclilitzgräben nur Basen, um das Was-ser aufzustauen.