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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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che und unbewegliche — oder setzte die schützen derer auf dem Bache liegendenBlühten zu. Alsdann sind mit den Müllern vertrage stipulirt, zu welcher zeit, undwie lange sie die Wässerung, welche oberhalb ihrer Mühle anfängt, zulassen müssen;man leitet dann auch zuweilen den Bewässerungsgraben über öder unter den Mühlbachhin, mittelst Rohren, gemauerten oder hölzernen Gerinnen.

An einigen orten, insbesondere in Italien und bey Nürnberg, bedient man sichder Maschinen, um das wasser der Flüsse in Gerinne zu heben, welche es wieder in

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den Hauptwässerungsgraben leiten, dazu wird vorzüglich das Wasserrad mit Butten,Kästen oder Eimern (Tab, Ql. Fig. 2Q. oder Tab. 103.' Fig. 4.) gebraucht. Man kanndasselbe auch auf zwo schiffen, wie die Schiffmühlen, anlegen, und es an mehrereStellen, nach und nach, gebrauchen, wenn der Flufs hoch ist.

Bey der Bewässerung mit schöpfmaschinen, als dem nelier-hydraulique (hydrau-lischen widder), dem chinesischen - Tab. Q, Fig. 2Q., dem Asiatischen - oder persischen-Tab. 103. Fig. 2., und dem Tyroler - schöpfrad iab. 82. Fig. xii. mufs die Vorrichtungdergestalt getroffen werden, dafs da, wo die natürliche Geschwindigkeit des Flusses,welcher solche Räder in Bewegung setzt, nicht hinreicht, keine solche Abdämmungen.(wehre) gemacht werden, welche die Schiffahrt stören, und ueberschwemmungen her-vorbringen. In den wehren mufs man kleine schleusen oder einzelne xhorllügel, de-ren Füllungen aufgezogen werden können, damit man das Thorgebiud allein gegenden Strom zu öffnen im stände sey, errichten, und die Wasserräder im Herbst weg-nehmen; neben dem Rade aber sind in dem wehre Durchlafsöfnungen, die man mitBalken verschliefst, anzulegen, um die Hochgewässer unschädlich für die uferlandeabzuführen, und die Versandungen des Flufsbettes zu hindern. Noch besser ist es,das ganze wehr aus einzelnen beweglichen Balken oder planken bestehen zu lassenund auf diese weise förmliche Schiffsdurchlässe, von denen ich bey der Schiffbarma-chung der Flüsse handeln werde, öfters sind auch wehröfnungen, wie beym Landshuter wehre, (Tab. 102,), anzulegen. Diese Vorrichtung zu den Schöpfrädern ist auch umso leichter, da dergleichen Räder in Flüssen, deren mittlere Geschwindigkeit beymmittlern wasserstande 18 zoll beträgt, in einem nur 2 zoll Fall habenden Gerinne an-gelegt werden können, wie es die Erfahrung zeigt.

Nirgends sind nun in Deutschland so viele schöpfräder angelegt, als in der Red-nitz, zwischen FÜrth und Bamberg , deren zahl 150 übertreffen wird. Es sind diesogenannten asiatischen oder persischen mit schöpfbutten versehenen Räder Tab. 103.Fig. 4. welche durch die Kreutzzüge nach Europa gebracht sind, und die ich imnächsten Abschnitte beschreiben werde. Sie heben 1300 Kubikzoll wasser in der Se-kunde acht schuh hoch, haben fehlerhafte, den Flufs aufstauende wasserkehrungenoder kleine wehre, welche die Versandung der Rednitz und ueberschwemmungen ver-ursachen. Gerne hätte ich diese Mängel abzustellen, und die wirklich in mancherHinsicht vortreffliche, für den Rednitzflufs i. J. 1693. festgesetzte wassergerichts- ord-