Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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nung wieder einzuführen und zu verbessern gesucht» Die Schiffbarmachung der Red-nitz wird indessen hiezu die befste Gelegenheit geben, welche einen Theil der was-serstrafse zwischen der nonau und dem Rhein bilden mufs.

Auch der wind - und Dampfmaschinen kann man sich zur Hebung des Wassers,also zu Bewässeruugs- Anstalten bedienen, wenn die Einnahme die Kosten ersetzt, jaman hat in England transportable Dampfmaschinen zu diesem uehufe. ßey manchemEocal werden die bestehenden Wassermühlen zur Bewässerung mitgebraucht werdenkönnen , ohne dafs ihr Gang gehemmt werde. Denn 4 gerade zur zeit der Bewässe-rung sind die Mühlbäche angelaufen, und leisten also einen gröfsern hydraulischenEffect; so dafs das Wasserrad noch füglich ein schaufelwerk, eine Wasserschraubeoder eine andere schöpfmaschine in Bewegung setzen kann. Noch leichter und bes-'ser wird man solche Schiffmühlen, die Getreide mahlen, oder zu anderm Behuf ■vor-züglich dienen, auch zum Aufschöpfen des wassers einrichten können, indem man anden seiten der Felgen des Rades nur Kästen anhängen darf, zur zeit der Bewässerung.Sehr oft wird auch der Belier-hydraulique zu den Bewässerungen mit grofsem Nu-tzen angewendet werden können, und er kann nicht genug dazu empfohlen werden!

Da wo der rlufs höher, als die zu bewässernde Gegend steigt, ist die Einrich-tung der Bewässerung nicht schwierig, und man läfst durch eine stauschleuse dasriufswasser in den wässerungsgraben, wo es sieh durch alle die kleinen Gräben überden Bezirk ausbreitet, und Fruchtbarkeit hervorbringt,

§. 46 . Hat das wasser den Bezirk bewässert, so mufs auch für dessen Ablaufgesorgt werden, damit es in den speisenden Flufs oder nach wieder zurücklaufe, da-mit es nicht stehen bleibe, und die Gräsereyen verderbe. Boy manchem Local wirdman daher, längs der niedrigsten stelle des bewässerten Bezirks, einen Graben zie-hen müssen, welcher das wasser aufnimmt und wieder in den Flufs führt; den ichAbleitungsgraben nenne.

§♦ 47. Nicht nur die entwässerten oder ausgetrockneten Bezirke werden bewäs-sert, sondern auch dürre und saure wiesen längs den Flüssen, und solche sandgegen-den, die man durch eine zweekmäfsige Bewässerung zu den befsten wiesen um-schaffen bann.

So einfach auch diese Anstalten sind, so leicht bey manchem Local ihre Ausfüh-rung ist, wenn es nur nicht an Eifer fehlt, so grofs die vortheile sind, die auszweckmäfsigen Wässerungsanstalten entspringen, fast in allen cultivirten Ländern;insbesondere aber in der Schweiz, in Italien und Deutschland : so müssen dennochviele öde sandfelder und schlechte wiesen der Bewässerung fortdauernd entbehren,ob sie gleich mit geringen Kosten veranstaltet werden könnte und wenn gleich derBoden in hohem werthe steht. Zuweilen darf man ja nur eine zu vage gehendeQuelle erweitern, das daraus sprudelnde wasser längs dem Bezirk hinfuhren, in einkleines Grübchen, von demselben aus Furchen machen, und die ‘ganze wässerungs-