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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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sen und zu öfnen. Seit dem Jahre 17Ö1., als zu Gunsten von schermeers - Buseneiniges pfahlwerk von dieser kleinen zyper-schleuse weggeräumt worden, hätten dieEinwohner der zype ihrentwegen auch keinen streit mit den Nachbarn gehabt. 2)Eine vergröfserung des Profils dieser schleuse, das nach dem projecte der sachkun-digen von Ö5 auf 131 Quadratfufs gebracht werden golle, würde die Vertiefung desHauptcanals der zype und der Nebengräben, so wie eine Erhöhung derer längs die-sen Meerbusen gelegenen neichen, zur Folge haben müssen. „ Die Deichgrafen glau-ben nämlich: dafs das wasser, nach Erweiterung der besagten schleuse, in den Ca-nälen der zype ausserordentlich anlaufen werde; also mehrere wurfradmaschinen an-gelegt werden miifsten.

Drittens, meynen sie, dafs zu den ungeheuren Kosten, welche das, zur Ver-besserung von Nordhollands wasserstaat, gemachte project, sofern es die in der zy-pe vorzunehmenden Maafsregeln betreffe , sich die Grundeigner der zype nicht ver-stehen könnten, und sie wünschen' daher: dafs es nie zur Ausführung kommenmöchte. „ #

Die vorgenannten drey sachkundigen antworten hierauf: 1 ) „dafs sie bey derAbfassung ihres plans weder auf das Herkommen, noch auf Eigenthum der uleinen-zyperschleuse: auch nicht auf die beschwerlichen proceduren, über die Durchleitungdes wassers durch den nauptcanal der zype, Rücksicht genommen hätten, sondernnur auf eine zweckmäfsigere Auswässerung von schermeers - Busenwasser, mittelst demErweitern der kleinen zyperschleuse, ohne dafs der zype selbst ein anmerkungswer-ther Nachtheil zugefügt werde. Auch sey in Hinsicht der Entlastung (Auswässerung)von schermeers-Busenwasser i. J. 1763 ., die Grofse - schleuse (s. auf Tab. 43. groolesluis am nördlichen Ende der zype) auf gemeine Landeskosten, für 32000 Gulden,reparirt worden. Selbtt die Deichsregenten *) der zype hätten in ihrer Bittschriftvom July 1790 . beyde schleusen — die grofse schleuse und das zyper-schleuschen —für Auswässerungs-schleusen eines grofsen Theils von Noorder - Quartier (Nordholland )erkannt. Sie hielten sich also verpflichtet: solche Vorschläge zu entwerfen, die denAbflufs des wassers nach der Grofsen - schleuse befördern werden, und in dieser Hin-sicht hätten sie die vergröfserung der Kleinen - zyperschleuse vorgeschlagen; oderdie Erbauung einer zwoten Schleuse in deren Nähe. „

Auf den zweyten und dritten Einwurf erwiedern sie: „ Es sey ja durchaus ih-

re Absicht nicht, eine Erhöhung des Busenwassers in der zype zu bewirken, undmit Recht vermuthen sie , dafs die Deichsregenten der zype wohl die sommerdämmelängs alle den Gräben und Fahrten nicht vernachläfsigt haben werden. Das hoheBusenwasser, welches während den Sturmwinden nicht durch die seeschleusen aus-

*) Deichsregenteij sind in Holland die Vorsteher über das Deich - und Canalwesen eines ausgetrocknetenBezirks, wozu die reichsten orundeigner desselben gewählt 'werden.