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wässern könne, würde also keineswegs über die Damme treten; zumahl da es (nachgenauen Untersuchungen) die Hobe von vierzehn zoll über den Amsterdamer regelnicht erreichte. Ueberdem würde aber immer der zyper - Busen früher, als derKoediker-schiffahrtscanal (rab. 43.) oder vaart op saand, erniedrigt, weil er derAuswässerungs - schleuse, d. i. der Grofsen - schleuse näher, als dieser canal liegt.„
„Würde nun diese Frage aufgeworfen: was sich alsdann zutragen müsse, wenndas zyperschleuschen um zwey nritttheile vergröfsert würde? Nichts anders,, sa-gen sie „als dafs bey den ordinären, wie bey ausserordentlichen Auswässerungenein Dritttheil wasser aus der Koedyker - vaart durch die zype nach der see (d. i.nach der Grofsen-schleuse) ahfliefsen werde *). Es wären also weder vergröfserun-gen der Busen, Erhöhung der nadeiche, (canal - oder sommerdämme) noch meh-
rere wurfradmühlen nöthig. Auch werde die zype bey trochener Sommerszeit, so-bald das zyperschleuschen vergröfsert wäre, süsses Trinkwasser aus scnermeers -Bu-sen erhalten, welches sie jetzt entbehrt, „
§. 85. Wenn ich nun erwäge: l) dafs die vergröfserung des Profils von derKleinen - zyperschleiise so lange schlechterdings nicht die mindeste Anschwellung deszyper - Busen Wassers hervorbringen kann, als ihr profil, das profil der Grofsen-schleu-se und der übrigen drey schleusen an Gröfse übertrifft, oder doch wenigstens demprofil des zyper-canals gleich wird. 2) Dafs der Abflufs des zyper-Busenwasserslediglich von der Grofsen - schleuse und dem Beinhalten der zyper-canal-vaart undvon dessen Tiefe, welche wenigstens in einem Niveau mit den Schleusendrempel derGrofsen - schleuse liegen sollte, abhängt. 3) Dafs die kleine zyper-schleuse, in dein übel-sten Fall, wenn die Koedyker - vaart zu hoch anschwellt, nicht nachtheilig ist, weil daswasser aus der zyper-vaart über die sommerdämme nicht überläuft, indem dieseschleuse, mittelst schützen, verschlossen werden könne: so ist es allen wasserbau-wissenschaftlichen Grundsätzen zuwider, wenn man die Erweiterung dieser schleuseals einen absoluten Nachtheil für den wasserstaat der zype erklären will. Insbeson-dere da die Grundeigner dieses Polders verpflichtet sind : ihre sommerdämme zu ei-ner solchen Hohe zu erhalten, die vorher zu vierzehn zoll Amsterdamer pegel be-stimmt wurde. Und müssen die Deiche eines und desselben Busens nicht in einem.Horizonte fortlaufen? Sollen-nicht alle Gräben und canäle in der zype, wie in je-dem gut hydrotechnisch verwalteten polder, rein gehalten werden ? Das Gegentheilhabe ich leider in den Jahren 17Q1, Q5 und 98 gesehen. Es sind mehrere canäleund Gräben in Holland sehr verschlammt, mit schiff und Wasserpflanzen verwachsen.In eben solchem verwahrlofsten zustande war auch die zyper-vaart oder der canal.
*) Diese Bestimmung wird sich ohne Zweifel auf das Yerhältnifs des Profils der Koedyiir-Faart zum Pro-fil der Kleinen - Kypcrsc/ileuse beziehen !