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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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2) Gegen den plan wegen der Versetzung der dreyzehn streichmühlen von dersiiderseite von Raaxmaats - Busen nach der Nordseite bey Aardswoude (Tab. 43’.) hattendie Deichregenten von Huygenwaard einzuwenden: „ dafs, wenn man auch mit den

committirten sachkundigen annähme: l) einen starken südwest - und westwind;2) einen starken Nordwest- und ostwind, und 3) dafs in dem ersten Fall: von denjetzigen Streichmühlen das wasser ab und nach der Auswässerungs - schleuse, ohnweitAardswoude, ( oeestmeer - Ambagts - schleuse) hingetrieben wird, so müfste man auchmit ihnen eingestehen, dafs die Streichmühlen keinen sonderlichen vortheil bringen,also wären auch solche Maschinen bey Aardswoude überflüfsig. Aber bey Nordwest-winden, wobey die Geestmeer - schleuse nicht offen gienge , wäre sie gerade auf denPlätzen, wo sie jetzt stehen, durchaus nöthig , um das wasser von Raaxmaats -Busenin schermeers - Busen zu streichen, „

Hiergegen erwiederten die sachverständigen: „dafs bekanntlich die 13 Streich-mühlen naaxmaats hohes nusenwasser wirklich aufstreichen müssen, also nicht über-flüssig seyen. Dafs aber auch andern Theils die Erfahrung lehre, wie selbst beysüdwest - und Westwinden, wenn das Busenwasser von demjenigen ort, wo gegen-wärtig dieselben stehen, nach der grofsen oeestmeer - schleuse hin wehen, zwar dieAuswässerung befördert werde, aber doch bey weitem nicht hinlänglich , indem dieSee alsdann mehrere Tage lang einige zoll höher, als das Busenwasser stehe. Bleibediese schleuse nun drey bis vier Tage zu, so werfen die 51 wurfradmühlen das Bin-nen - Busenwasser zu 3^ zoll Amsterdamer pegel auf. Würden also 13 streichmüh-leu zu Aardswoude, indem sie das hohe Busen wasser zu 2 bis 3 Fufs aufmahlen,nicht durch die schleuse das wasser von Raaxmaats - Busen in die See auswässern ?Stehen sie aber an der südlichen Seite von dem Huygenwaard , so können sie, selbstnach dem Zeugnisse der Deichsregenten, bey südwest - und Westwinden, von kei-nem Nutzen seyn. „ „Wenn man nun (sagen sie weiter) erwägt: dafs bey Aards-woude, wenn die daselbst liegende Geestmeer - schleuse erweitert ist, und die Streich-mühlen angelegt seyn werden , das überflüfsige ausenwasser beständig einen Ausflufsin die See findet, nicht nur beym südwest- und west-, sondern auch beym Nordwest,Nord - und ostwinde; so ist die Versetzung der 13 streichmühlen gewifs sehr vor-theilhaft. Ja selbst das Busenwasser von Norden nach Süden, vermittelst des Nord-windes getrieben, ist nur 4J zoll höher, als Raaxmaats - Busenwasser befunden, wel-cher unterschied dem Huygenwaard nicht nachtheilig seyn kann. „

§. 8Ö. Die unkunde der Deichsregenten des nnygenwaards, von dem wasserstaatihres Polders , und von dem vermögen ihrer wurfradmühlen, wurde von allen ihrenBehauptungen bewiesen. Angenommen: dafs das letztere hohe Busenwasser vomDecember 17') 1. zu 3| zoll über den Amsterdamer pegel gestiegen sey, würden danicht alle wachtthüren (die Axen der mühlen liegen immer höher) von eilf wurf-radmühlen in dem Huygenwaard im Durchschnitt 14f (oder die höchsten 17J- und