Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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die niedrigsten 11 zoll) über den Amsterdamer pegel stehen? Dies beweiset, wiemangelhaft alle Angaben der Deichsregenten sind ; sie hatten die Hohen der wacht-Ihüren im Mittel zu 2 zoll Amst. pegel angenommen; wie falsch und unanwendbarsind also nicht ihre Schlüsse ?

Es ist aumerkenswerth, dafs alle diejenigen, welche die Kinwiirfe, gegen denTerbesserungs-rlan des wasserstaates von Nordholland , aufstellten , immer davon aus-giengen , dafs nach demselben die Busenwasser erhöht werden sollten, da doch dasGegentheil statt finden wird. Die sachverständigen wollen ja durchaus , wie vornegezeigt ist, die Abzugs -canäle, die schleusen und Brücken erweitert und vertieft,und also die Busenwasser schneller abgeführt, folglich erniedrigt wissen. Bey diesenniaafsregeln läfst es sich dennoch sehr gut gedenken, dafs es nöthig sey, um das ueber-laufen des Wassers über die Deiche und vorzüglich das Durchsikern zu verhindern, dieramme zu verstärken, sie bis zu 20 zoll Amst. pegel zu erhöhen, und zu Q bis 14zoll zu conserviren, ohne dafs mit dieser Deicherhöhung eine gröfsere Hohe des au-senwassers gepaart seye. Wenn ich diese Raisonnements auf das Local anwende;die Kosten, welche die Versetzung der 13 Streichmühlen erfordern, wobey die vor-handenen kein sonderliches Ersparnifs beym sau seyn würden, erwäge; und endlichalle diese Widersprüche, die dieser Versetzung entgegengestellt sind, so dürfte es ge-rathen seyn, die dreyzehn streichmühlen stehen, und anfänglich bey Aardswoude et-wa nur sechs neue erbauen zu lassen , die sodann schon in einem Monathe 12 Mil-lionen Kubikfufs wasser und mehr aufmahlen, und von einer solchen wassermasseSchermeers - Busen befreyen würden. Alsdann wäre freylich zu untersuchen: wieviel die Geestmeer-Ambagts-schleuse erweitert werden müfste. Vielleicht ist sienoch grofs genug, um diese gröfsere wassermenge abzuführen: denn die Geschwin-digkeit des durchströmenden w'assers würde sich auch vermehren , weil es aus demhöhern sammelteich abfällt. Es dürfte sonach thunlich seyn: erst den Effect derstreichmühlen und der Schleusengänge abzuwarten, bevor man zur Erweiterung undSenkung der schleuse selbst schritte.

Um mich über das Erhöhen der Busendämme kurz zu fassen, und die weitläufigenEinwürfe , welche zaandam gegen das Erhöhen von ihren Dämmen aufgestellt hat, nichtzu berühren, da sie von keinem Belange sind; so will ich nur anmerken: dafswenigstens die Dämme längs der zaane auf 7f zoll über den Amsterdamer pegel,als die mittlere Hohe des Wassers von 1789» liegen sollten’, um das Busenwasserzu halten.

Warum wollte man also das Ganze, wegen dem Nachtheile, den einige einzelneBürger leiden, vernachläfsigen ? Kann man diese Grundeigner nicht entschädigen ?Ja es wird immer nöthig bleiben, die Busendämme zu erhöhen, man mag auch Vor-schläge erdenken , welche man will: denn solche Dämme senken sich, wie alle Däm-me, und gleichwie die porösen Lande, worauf sie liegen. Wer wird wohl behaupten