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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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als gegenwärtig. Damahls wurde sie erneuert, so dafs jetzt die grÖfsten schiffe,welche von Amsterdam nach Haarlem gehen, durch sie passiren. Da sie zur Aus-wässerung von Rheinland — gleich den übrigen schleusen — dient, so hat Rhein-land zu ihrer Erbauung beygetragen. Sie hat eine weite von 25 Fufs , und zweypaar Fluth - steminthore , ein Ebbethor und eine Drehbrücke. Seit einigen Jahren istihr Boden schadhaft geworden, und es hat jemand vorgeschlagen : dessen oeffnun-gen mit Torfstücken auszu füllen. Der Erfolg dieses Vorschlags ist indessen nicht derbefste gewesen. Die schleuse bedarf daher einer wesentlichen Ausbesserung !

Nach diesen vier spaarndammer schleusen kann aber keine solche wassermenge,aus dem Haarlemmer, fliefsen , als sie vermöge ihres Profils durchzulassen fähig sind,da die Spaarne bey Haarlem , die aus dem Haarlemmer - Meer das wasser nach denSchleusen führt, nicht weit genug ist. Man legte daher vor etwa 20 Jahren beympeningsveer zwey 13 Fufs breite Aufziehschütze (Tab. 41.), durch denen das was-ser , mittelst dem canal, die spaarwouder - nye, aus dem Harlemer - Meer fliefst.Sie werden aufgezogen, sobald das Harlemer - Meer höher als das y steht, also dieAuswässerung, durch die spaarndamschen schleusen, erfolgen kann. Nachher zeigteindessen die Erfahrung, dafs auch diese sehleuse zu einer zweckmäfsigen Leitungdes wassers nach spaarndam nicht hinreichten , zumal da das Bett der spaarne sicherhöht hatte, denn das über den slaaperdeich, b. I. s. 325. gefallene seewasserdeponirte in der Spaarne schlick, indem es sich mit dem wasser dieses Flussesvermischte. Einen schlick, welcher sonach aus der Mischung des süssen wassersmit dem seewasser entbunden wurde i. b. s. 125- Also ist die Erhöhung des slaa-perdeich es schon in dieser Hinsicht nothwendig. i. b. s. 444. Wollte man demnachden zuflufs des wassers von dem Harlemer - meer nach den schleusen bey spaarn-darri vermehren , d. i., hiedurch die Auswässerung von Rheinland etwas verbessern :so mufste das profil der beym penningsveer (xab. 41.) angelegten schütz - schleusevergröfsert, d. i., eine neue schleuse angelegt werden. Diese schleuse ist vor eini-gen Jahren aufgeführt. Sie hat zwey oeffnungen, jede von zwanzig Fufs weite,erhalten.

§. 90. Die zweyte Auswässerung von Rheinland in das y , ist, wie gesagt, beyHalfwege. Sie besteht aus drey schleusen, die 1364 angelegt; nachher 1Ö52-, undzum zweyten Mal 1724 erneuert seyn sollen. Es sind keine Kammerschleusen undihre xhore schlagen lediglich gegen das y zu. Die westliche ist im Lichten 18 Fufsweit und ihre Flur liegt 9 ^ Fufs unter den Amsterdamer - pegel. Das profil, oderihre capacität, beträgt 172,5 Quadratfufs. Die östliche hat eine weite von 18 Fufsund ihre fIuP liegt 7j Fufs unter den Amsterdamer - pegel. Ihr profil ist = 7 J . 18s= 130 5 Quadratfufs. Die ■ mittlere - schleuse (s. Tab. 64.) ist die gröfste, ihre weitebeträgt zwanzig Fufs. Bey 12 zoll Amsterdamer pegel ist das wasserprofil dieserdrey schleusen 1040,354 Quadratfufs' grofs.