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Damit aber die Schiffahrt in Rheinlands Binnen - canälen, also auch die spaarneund der canal, welcher von Haarlem nach Halfwege geht, keinen Mangel an wasserhaben möge, so werden die schleusen zu Halfwege und spaarndam, mittelst einesBalkens, zugestempelt, sobald das wasser im v 22 zoll unter dem Amsterdammer-pegel steht. Dieser wasserstand ist übrigens sehr niedrig und tritt nur selten ein!Das Bett der spaarne hat sich aber leider seit 1753 zwanzig zoll erhöhet, denndieses geht daraus hervor, dafs man damahls Rheinlands - Busenwasser bis 42 zollunter dem Amsterdammer - regel fallen lassen konnte. *)
§. Ql. Alle diese schleusen sind indessen zur vollkommenen AuswässerungRheinlands nicht hinreichend, und man hat in einigen Bezirken grofse schöpfmaschi-nen zu Hülfe nehmen müssen, weil einige sammelbusen höher als die Entwässe-rungsgräben liegen. **) Diese sind nun von jenen, mittelst kleinen hölzernen Ka-stenschleusen (holl, yerlaate), mit stauschleusen oder wasserkehrungen abgesondert.Die Maschinen, welche das wasser auf Rheinlands - Busen bringen, d. i., aufmahlen,bestehen aus wurfradmiihlen und wasserschraubenmiihlen. Die Anzahl derselben istgrofs, und sie beträgt einige mindert. Ich habe sie auf Tab. 40 und 41. verzeich-net und unten mit ein paar horizontalen strichen , von andern Windmühlen, unter-scheiden lassen.
Also werden die canale eines hydrotechnischen Bezirkes in Holland von andernBezirken durch schleusen und wasserkehrungen abgeschlossen, damit der eine Busendas wasser des andern nicht aufnehme. Q/Iufs er dasselbe aber abfiihren, so wirdeine gewisse wasserhöhe , die sich auf den Amsterdamer - Pegel bezieht, festgesetzt,bis zu Welcher nöhe der auswässernde Busen angeschwellt werden kann. So bleibtz. b. die Goudaische schleuse am Rhein bey Alphen (Tab. 40.) nur so lange offen,als Rheinlands - Busen 10 £ zoll über den Amsterdammer-pegel steht. So lange nimmtalso schielands • Busen das wasser aus Rheinlands - Busen auf, und dieser wässertbis zu solcher wasserhöhe auf die rssel , durch die Grofse - schleuse bey Gouda ,welche auf Tab. 35. mit a bezeichnet ist, aus.
Nach diesen Absichten ist nun Rheinlands - Busen von den an ihn gränzendenhydrotechnischen Bezirken: Amstelland, schieland u. in. a. abgeschlossen, und zwarauf folgende weise. 1.) Von schielands - Busen mittelst der Goudaischen schleuse
Memorie over het uoorgraving uit het Weiker-Meer, p, 68,
**) Auch vieles Land liegt niedriger als Rheinlands - Busen und unter der ordinären rluth vor Amsterdam .So liegt z. B. das Land an der Westseite der Spaarne (Tab. 41.) unter den Amsterdamer - Pegel 14 Zoll.An der Ostseite 13 Zoll; von Half wegen längs Polanen bis Raasdorp 13; westwärts in den Kleinen Pol-dern unter Aalsmeer l6 Zoll ; und zwischen Zwei und Aalsmeer i 3 Zoll unter den Amsterdamer-regel.Wir sehen hieraus, dafs es in Holland nothwendig ist, die Sammelbusen selbst, wenn sie auch Canälesind, zwischen Dämmen einzuschliessen; die man Kadämme oder Busendämme nennt, und die besserCanaldämmt genannt werden mögen,
II. £d.
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