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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Nullpunct des Amsterdammer Pegels (siehe s. 2QQ.) , und den obern Drempel 40 zolldarüber, legen, und ihr zwey Kammern, jede zu 22 Fufs weite, geben. Sie solltemit zwey , in die Nordsee hineingehende nöfter, endigen, und überwölbt werden.Was die Auswässerung bey Katwyk und die damit verbundene Austrocknung desHaarlemmer - Meeres anbetrifft, so wurden mehrere Nivellements bewerkstelliget, umdie Lage der niedrigen Ebben der Nordsee bey Katwyk unter die mittlere Ebben desy’s bey Amsterdam zu erfahren. Cruquius fand (1737 und 1741,) die erstem 38/6zoll unter dem Amsterdammer pegel; lulofs aber nur 30,4 zoll. Naclj einer andernBeobachtung, die vorn September 1766 bis dahin 17Ö7 angestellt wurde, betrug die-ser unterschied 32 zoll. Vertatst man sich nun auf die nulofsche Abwiegungen , somag der stand der mittlern Ebben bey Katwyk zu 30 zoll unter dem Amsterdammerpegel angenommen werden.

Da jetzt das y selten tiefer als 12 zoll unter dem Amsterdammer pegel fällt, sowürde man bey der Auswässerung in die Nordsee 13f- zoll gewinnen, und das istdoch sehr ■ beträchtlich. Erwägt man ferner: dafs Rheinlands - Busen , wegen derSchiffahrt auf den canälen und der spaarne nicht tiefer als 22 zoll unter den Am-sterdammer pegel fallen darf, so würde dennoch bey der Auswässerung in die Nordseebey Katwyk 8 f- zoll gewonnen. Dies wäre hinreichend, für eine regelmäfsige Aus-wässerung , und im Fall die seemündungen der südersee (am Texel u. m.) sich der-gestalt vergröfsern sollten, dafs die Ebben im y nicht mehr so tief als jetzt fallen,alsdann bleibt nichts übrig, als jene neue Auswässerung bey Katwyk in die Nordsee — selbst wenn man auch das Haarlemmer-Meer nicht trocken legen wollte, welcheswohl der Kosten wegen auch nicht rathsam ist — auszuführen.

§. Ql. Nach dem projecte, welches auf Tab. 41. punctirt ist, sollte bey KatwykDicht nur eine seeschleuse , sondern auch ein spühlbusen, damit die Mündung desCanals gespühlt werden konnte, angelegt werden! Gegen diesen Vorschlag erklärtensich aber einige sachverständige , weil sie ihn für die innere Schiffahrt nachtheiligglaubten, indem das wasser in den canälen zu sehr fallen würde. Hätte man abernicht diese canäle , oder welches einerley ist, Rheinlands - Busen mit der seeschleuse-— mittelst dem Binnenthore — eben so wohl zu der bestimmten Hohe von 22 zollunter den Amsterdamer pegel halten können, als er gegenwärtig , mittelst zustempe-lung der schleusen zu spaarndam und Halfwege, erhalten wird ? Oder hätte mannicht landeinwärts eine andere schleuse zu diesem Eehufe anlegen können ? Derzweyte Einwurf bestand darin: dafs man die Erbauung einer seeschleuse in einem■puren sandgrund für unausführbar hielt! Ich mufs gestehen, dafs mir dieses nichtso vorkörnmt, denn es kommt bey der Sicherheit einer schleuse alles auf einen gutenpfahlgrund, einem .soliden Röste und sturzbette an. Zugeben will ich indessen sehrgerne , dafs die neue Auswässerung in die Nordsee bey Katwyk noch nicht so drin-gend war, welches man auch behauptete.

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