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DRITTES KAPITEL
Jetzt sey es mir erlaubt, zwey von mir gemachte Entwürfe über die Austrocknung,Entwässerung und Bewässerung grofser Landesbezirke darzustellen.
I.
Der erstere betrift den von mir im Jahre 1801 über einen 16949 morgen grofsensumpf bezirk in der Grafschaft Katzen - Ellenbogen gemachten Vorschlag.
Siehe Tab. k. des ersten Bandes.
§. 122. Die Verbesserungen, welche aus der Ausführung dieses Vorschlages hervorgehenwerden, sind zu 8Ö2000 Gulden berechnet, und die Kosten der Entwässerung werden27 xö » ü er Bewässerung dieser summe betragen. Aufserdem wird die Aus-führung auch noch für die Gesundheit der Bewohner dieser nassen und sumpfigenBezirke wohlthätig werden und den viehstand vermehren , mithin die Agricultur derhoch liegenden Ländereyen verbessern, und den preis des Heues in Darmstadt ver-ringern. Kein wunder also , wenn man schon im frühesten Alterthum *) durch die-se sumpfbezirke einen Hauptentwässerungsgraben, Landgraben genannt, anlegte. **)Die ursprüngliche Anlage dieses Landgrabens und die darüber gelegten Aquaeducte,in welchen der Modau-Bach und der sandbach über den Landgraben hinüber fliefsen,(letzterer bey 8. rab. k.), sind auch mit so vieler Einsicht angeordnet, als man nurvon frühem Zeiten erwarten kann. Dieser Canal mufste seinem zwecke vollkommenentsprechen, da dessen Abhang sich zur Länge wie 4014 zu 1 verhielt. In neuernZeiten ist diese nützliche Anstalt aber gänzlich verdorben worden. Im Jahr 1701wurde nämlich auf dem Landgraben eine Mühle Nr. 21. bey dem Dorfe wallerstättenerbauet, wiewohl dort eine andere Mühle, nicht lange vorher, auf wiederholte Be-
Der oberste rlieil des randgrabees ist im Anfang des XVII. Jahrhunderts verändert worden. Es istnämlich von Zwingenberg bis zum ranggraben i. J. 1617 der Heue - tandgraben vollendet.
**) Uebrigens habe ich diese Gegenden nach dem im iten Bande S, l3i, bemerkten Maafsstabe aufgenom-men , und auch die nötliigen Nivellements gemacht. Diese Karte, so wie die hydrotechnische Karte desnheines im Grofsherzogthum Hessen, wovon ich in Tab. 3. ein Blatt herausgegeben habe, ist bis jetzt zukeiner ins Publikum gekommenen Karte der .Rheingegenden benutzt worden , dessen sich jeder Kenner,durch einen Vergleich der 3ten Kupfevtafel mit den Haasischea Karten der Rhein - und Mayngegenden,überzeugen wird. '
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