Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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schwerden einiger Aemter des Landes , niedergerissen war. Die neue iviiihle solltezwar keine schütze, sondern ein ziehpanster, und nur 1 f schuh Fall haben / undso soll sie auch nach den neuesten Erbleih - contracten eingerichtet seyn. Da aberder nandgraben zu Sommerzeiten nur zwölf cubik-Schuh Wasser in der Sekundeliefert, so kann er die drey Räder der Mühle zu wallerstätten , bey einem solchengeringen Fall, nicht treiben. Die % Müller haben daher nie ihren contract erfüllet,schütze angelegt, und sich 4 Fufs, 5 zoll, 3§ Linie Fall genommen. Und wenngleich der contract jenen niedrigen Fall von lf schuh , und ein freyes Ablassen deshohen Grabenwassers bestimmt, ja dafs die Mühle, ohne Entschädigung von seitender Erbpächter , eingehen soll, wenn sie je dem Lande nachtheilig gefunden wird,wenn die Klagen der unterthanen immer häufiger über diese Mühlen wurden: sowollten doch die Miiller stets den Landgraben als ein mühlwasser betrachtet, unddemselben sogar oberhalb das hohe wasser nicht entzogen wissen, welches dochdurch den sogenannten Fang- und wehrgraben , zum nutzen der Entwässerung,abgeleitet werden konnte ; und auch diese Müller fanden Freunde, die sie in schütznahmen , welches man bey den Müllern, die geschwornen Feinde der Agricultur,fast überall antrift. Aber leider wird man auch fast überall den grofsen Einflufs derMüller auf die Geschäftsmänner gewahr 1

Die Regierung war also hier offenbar zu nachsichtsvoll, und ordnete den Nach,theil eines grofsen Bezirkes dem vortheile Einzelner unter.

Ein zweytes uebel, welches diesem Landgraben zugefügt ist, besteht darin : dafsdas Fundament des sandbach-Aquaeducts (Nr. 8. Tab. k.) welches zugleich die sohledes Landgrabens ausmacht, in neuern Zeiten, auf die Beziehung des hydrotechnischenAbhanges vom Landgraben, 37 zoll zu hoch angelegt ist. Diese zwey was&erkehrun-gen : nämlich die Mühle bey wallerstätten und das hohe Fundament des genanntenAquaeducts lassen also den Abflufs aus denen oberhalb liegenden Sumpfgegenden,mittelst des Landgrabens, nicht zu , und stauen die Oberfläche von dessen wasserhöher, als die nahen sumpfgewässer liegen. Mithin können diese darin nicht eintre-ten, und derselbe entspricht daher nicht den wesentlichen Eigenschaften eines gutenEntwässerungsgrabens. Da nun diese beyden wasserkehrungen (die wallerstätter-MÜhle und der sandbach - Aquaeduct) den Landgraben zu hoch anschwellen; beydieser Miihlc aber, des stauwassers wegen, nicht mehr Gefall gewonnen werdenkann, so gibt es bey diesem Local, zur Entwässerung dieser Bezirke, kein anderesMittel, als a) diese Mühle (welche jährlich der Fürstlichen Rentkammer nur 150 fl.rächt einbringt) eingehen zu lassen, b) das Fundament des sandbachs - Aquaeducts37 zoll zu senken , und c) den Abhang des Landgrabens auf die gesammte ränge zuvertheilen, d. i„ diesen canal nach einem hydrotechnisch regulirten Falle auszutiefen.Alsdann wird dessen Oberfläche 2§ bis 3f rufs gesenkt, folglich eine vollkommene