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bey dem ersten Gewitterregen diesen Baum wieder ausfüllen, und würde alsdanndie über ihre flachen ufer sich ergiessende salzach ein hinreichendes vermögen zurVertiefung ihres Bettes ausüben können. Kurz, wer in der Physik glückliche Kesuhtäte hervorbringen will, mufs die Ursachen des uebels entfernen.
§. 137. Bey dieser angeführten Localbeschaffenheit mufs demnach die Absichtdes Ingenieurs dahin gehen : die gesammte wassermasse der wildbäche und dersalzach (nach der Vereinigung) zwischen zwey Dämmen einzuschränken, folglichderselben ein hinreichendes vermögen geben, womit sie die Vertiefung des Flufs-bettes bewirken kann. Schon jetzt haben die uferbewohner da, wo das Terrainniedrig ist, in dem gesammten Pinzgauthal, auf beyden seiten des Flusses und indessen Nähe, Dämme angelegt, welche aber 1 bis 3 schuh unter dem höchsten was-serstande liegen, daher nur eine unbedeutende Wirkung ausüben. Diese Dammesollten demnach von den Angrenzern zwey schuh über den höchsten wasserstand,folglich 3 bis 5 schuh erhöht, und nach der Neigung des Flusses mit ihrer Kronegelegt werden. Also sind die niedrigen ufer der salzach eine wesentliche Ursacheder Moräste, weil der ström seitwärts austratt, und das von ihm mitgeführte feineremateriale, womit derselbe in seinen obern Schichten geschwängert war, die ufererhöhete, und das klare Wasser in die Bezirke, welche jetzt sümpfe sind, abflofs.Je mehr nun die ufer selbst sich erhöheten, und das rlufsbett empor stieg, destogröfser wurden die sümpfe , welche relativ niedriger wurden, (s. i. b. s. 569 .)
Um die Lage der Krone von diesen Dämmen zu bestimmen, mufs man zw T eySchuh über die zwey puncte , welche die höchsten wasserstände bey Mittersill undsruck, bis jetzt erreicht haben, eine Linie auf dem Niveau - plan ziehen , und zwarauf ein genau vorgenommenes und nach einem grofsen maafsstabe (nach dem Deve-loppement der Flufsbahn) aufgetragenes Nivellement. Die profilweiten zwischen die-sen Dämmen müssen in Beziehung auf die wassermassen, welche flufsabwäris sichvergrüfsern, wenigstens doppelt so grofs seyn, als die Breite der Flufsbahn mifst.S. 1 . b. s. 570.
Da die Geschwindigkeit der salzach bereits gegenwärtig der Geschwindigkeit vonden schnellen Flüssen gleich kommt, so ist gar kein zweifei an dem glücklichenErfolge, d. i., an der Vertiefung des Flufsbettes , sobald die wassermasse in deter-minirte ufer, das ist, zwischen Dämmen, fliessen wird. Hiezu kömmt noch, dafsdie mehresten wildbäche dieses Thaies ausser dem caprun und einige andere, weni>Kiesel, wohl aber viel Thonschiefer, der sich leicht untereinander zerreibt, in dieSalzach einführen, weil die mehresten Kiesel auf den schuttkegeln, am Ausgang derThäler, worin diese wildbäche fliessen, liegen bleiben. *)
*) Die Schuttkegel bestehen ans dem Gerolle der Wildbäche, oder dem bey starken Regengüssen aus denBergschluchten kommenden Steingerölle, das sich an den Ausgängen dieser Thäler auszubreiten Gelegen-heit findet, und sich daher an denselben lagert, indem es von starken Regengüssen aus jenen Schluchten