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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Brucken Von nantes, Orleans, Moulins und bey mehrern Brücken geschehen; endlichlegt man dabey öffentliche Plätze zum Vergnügen oder zum Verkehr des Publikumsan, wie ich bey der steinernen Brücke von München und Ulm in Vorschlag gebrachthabe. Die Versetzung einer Brücke wird noch durch Auffindung eines festen Bodens(in Hinsicht der Fundirungen) gerechtfertigt. Aus allem diesem geht hervor, dafssich über diese Gegenstände keine allgemeine Regel vorschreiben läfst, sondern nurgewisse Momente angedeutet werden können, dem Genie und den Kenntnissen desIngenieurs aber überlassen bleiben mufs, alle Local-Eigenschaften und die wissen-schaftlichen Bedingungen gehörig zu combiniren, um die zweckmäfsigsten Maafsre-geln zu bestimmen. Ich werde jedoch auf diese Gegenstände noch einmal zurück-kehren, und einige davon durch Beyspiele näher erörtern.

§. 8. Die Brückenbaukunde hat den Gang aller übrigen Erfindungen genom-men; anfänglich war sie roh und unbeholfen. Alle Völker Europens construirtcnihre Brücken zuerst von Holz aus Pfahlreihen, aus wenigen Pfählen, worauf eineKronschwelie liegt, die mit den strafsenträgern beschwert wird, welche man mitStrauchwerk und Erde bedeckte. Solche aus vier bis sechs Pfählen bestehenden Joche,wovon die Ende-Pfähle schräge eingeschlagen sind, treffen wir noch gegenwärtig beyeinigen Gemeinde - Brücken über die Donau in Baiern, und in Mähren über denMarchflufs. Das Profil einer aus sechs pfählen bestehenden Pfahlbrücke, wie- sieüber die Donau bey vilshofen, Deggendorf und andern orten, von communen, er-baut sind (Brücken, die vor dem Eintritt des Eisganges abgetragen worden), ist inFig. Vll b Tab. Ut). dargestellt. Eine Construction, welche der vom caesar gewähl-ten, wonach er über den Rhein eine Brücke erbaute, sehr ähnlich ist, so, dafs diesProfil von der so oft von den Schriftstellern angeführten Brücke eine Vorstellunggiebt. Die Chinesen wählten zu den für Fufsgänger und saumthiere über Abgründebestimmten Brücken, das Bambusrohr, dann Seile und endlich Ketten, die sie anvertikal aufgerichtete und in die Erde eingegrabene Gerüste befestigten, worübersie blos eine Communieation von einem ufer zum andern, bereiteten; Brücken, dieeinen verkehrten oder schwebenden Bogen bilden. Bey vielen ihrer steinernen Brü-cken sind in der untern Gewölbfläche horizontal gelegte steine eingelassen, welchedie durchlaufenden Gewölbstein - Reihen mit einander verbinden. Diese Constructionist der sicherste Beweis davon : dafs die Chinesen im Bau grofser Gewölbe und Brü-cken bey weiten gegen uns zurück sind.

Zum üebergang der tiefen Thäler für Menschen und Lastthiere haben die Pe-ruaner von Baumrinde gemachte Seile gebraucht, und diese an Bäume oder Felsenbefestigt. Diese Brücken erhielten also eine umgekehrte Bogenkrümmung; aberdiese Völker, so wie die Perser haben auch, wenn wir den Reisebeschreibern Glau-ben beymessen, ungeheuer grofse steinerne Brücken, mit Spitzen und geschweiftenBögen; diesen geschweiften Bogen könnte man den persischen nennen, weil sogar die