Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Balken ist alsdann ein Gerüst zu etabliren, von welchem ab die Einrammung des Jo-ches bewerkstelligt wird. Sind dann zwey solche Pfähle in den Grund einige schuh tief eingetrieben, so befestigt man darauf die Balken und formirt ein Gerüst! Da-mit eine schwere Hamme nicht die Ueberwucht des langem Theils der Balken, gegenden kurzem angebundenen, stromwärts bewirke, so gebrauche man anfänglich dieHandramme oder den Bogenschlägel und späterhin, auf der festen Rüstung, die zug-. ramme. Doch ich werde in der Zukunft noch manche practische Vorrichtungen, beyder Einrammung langer pfähle in tiefen und reissenden Flüssen , anführen l

18. Da die Stabilität einer Jochbrücke vorzüglich dadurch bewirkt wird,dafs mehrere Jochpfähle nach einer geneigten Richtung eingerammt werden: so wärees zu wünschen, dafs man stets drey pfähle stromabwärts und drey stromaufwärts(Fig. Q. Tab. 123.) so einrammte; die Abweichung dieser Lage mag von der löthrech-ten Linie von 20 bis 45 Grade zu nehmen, je nachdem der Strom eine grofse Ge-schwindigkeit uncl einen heftigen Eisgang ausübt. Da aber das Einrammen einesschrägpfahles, sowohl wegen der Schrägstellung der Ramme als des Rammens selbst,beynahe das Doppelte vom Einrammen eines lothrecht gestellten Pfahles kostet, sowird man sich mit der Einrammung eines Schrägpfahles stromaufwärts und einesstromabwärts (Fig. iv b Tab. 119 .) bey allen langsam fliessenden Gewässern, begnügenmüssen. In solchen Flüssen, die einen heftigen Eisgang führen, wie im Inn , sindjedoch zwey bis drey Schrägpfähle, stromaufwärts nothwendig,, und es ist dann zurStabilität des Joches dienlich: dafs man den vordem Pfahl, vor der Mitte zweyereingerammten sehrägpfähTe, deren an einander stofsende flächen mit der Mitte derübrigen Jochpfähle correspondiren (Fig. vi b Tab. 11 9 .) einrammt. Auf diesen schräg-pfahl wird eine aus Gufseisen bestehende, vorne einen Winkel bildende schiene(Fig. 17. Tab. 122.) befestigt *), auf welcher sieh die Eisschollen brechen , daher mansie die Eisschiene heifst, und dieser Pfahl sowohl als der stromabwärts stehendeSchrägpfahl mufs, zur Vermehrung der Stabilität des Joches , vor die Jochschwelleund dicht längs derselben hinaufroichen. Führen die Flüsse im Sommer viel Treib-holz, welches sich an die durch jene drey Pfähle hervorgebrachte gröfsere Anstofs-fläche anlehnen würde, wo sodann das Joch dem Strom eine gröfsere Angriffsflächedarbietet, so lasse man, vor dem Eintritt des Eisganges, durch die stehende Eisdecke

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*) Eine solche eiserne Schiene ist den sogennnnten Bisböeken , wobey eise schräg Hegende Deck-schwelle anf einer Pfahlreihe»«die v<Sf dem Joch, aber mit demselben in einem' Allignement steht,in welchem die vordem Pfähle tiefer als die hintern abgeschnitten sind, weit vorztiziehen, weilder Eisbock oder Eisbrecher in einer schrägen Richtung von den Eismassen angegriffen werdenkann. Alsdann ist des Joches Beschädigung eine unausbleibliche Folge von des EisbrechersUmsturz. Die Eisschiene (Fig. VI. Tab. 122.) sollte daher überall, wo man Eisböcke für nöthigerachtet, angebracht werden. Sie werde drey bis sechs Gentner schwer, ans Eisen, und zwar auszwey Blättern gegossen.

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