Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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sollte daher steinerne, sechs schuh dicke pfeiler, auf IGO Pufs Abstand, aufführen,und aus einem Kreisstück bestehende llängwerke zu jedem Jochfeld an wenden, wor-über ich bey der construetion dieser Bauart mehr sagen werde. Um indessen diebey ähnlicher Jochweite (von 58 bis ÖO') statt findenden Schwingungen zu verhin-dern, dürfte man nur zwey Tragschwellen, auf einen Abstand von einem Drittheil desJochfeldes, unter die strafsenträger, legen, und jeden Strafsenträger vier Zoll in dieseSchwellen einlassen, welche mit den beyden Endestrafsenträgern und dem Mittelträger,durch schrauben, in Verbindung gebracht werden. Es sind jedoch nicht die Strafsen-träger ein zu schnei den, sondern die Tragsehwellen , welche man, wo möglich, vonEichenholz machen mufs. Ferner müssen, die Enden der strafsenträger zwischen derKronschwelle, und eine Deckschwelle eingespannt werden und dann miifste man Neunbis Eilf, 14 zoll dicke strafsenträger auf gemauerte Pfeiler in einer Schwelle einlas-sen, um die Brücke 24 schuh breit zu machen. Auch auf diese Weise wird einedauerhaftere Brücke als die jetzige, welche fast jedes Jahr von dem Eise förtgefiihrtwird, entstehn, und die Oscillation der strafsenträger und ihr Biegen nach der Mitteverhindert.

Ein anders Beyspiel von großen Jochweiten und wenig strafsenträgern zeigt

die beym Dorfe marld in Balern über den inn stehende l 6 § Pufs breite, und 480 Fufs

lange Brücke, die selbst den Eisgängen Widerstand geleistet hat. Sie besteht aus

acht jochen, wovon jedes 8 bis 9 vertical stehende und 3 bis 5 schräg stehende

Pfahle hat,, die 10 bis 13 rufs in den Kiesgrund, mit einem 7 Centner schweren

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Rammklotz eingerammt sind. Diese joche stehen auf 50 bis 59 Fufs Abstand, undüber ihre Schwellen liegen sieben in der Mitte 14 bis 15 zoll dicke strafsenträgervon Fichtenholz. Die Wassertiefe beträgt 8 bis 13 Fufs beym niedrigsten Stande desPegels.

Die Schärdinger Innbrücka, deren Länge 855 Fufs 3 Zoll ausxna°cht, bestehtstatt der joche aus Eilf gemauerten 10 — 18' 10" dicken Pfeilern, und die Jochwei-ten messen 50 bis Q2 Fufs, dennoch sind nur sieben in der Mitte 15 zoll dicke Fich-tene Strafsenträger gelegt, die mit ihren Enden gegen einander stofsen. Auf diegröisten zwey joehfelder, wovon das eine 83 und das andere ()2 i mifst, ist bey je-den Pfeiler ein 12' vorstehendes sprengwerk angebracht. Diese Brücke wird vonden schwersten Lastwägen befahren, und nach genauen Beobachtungen biegt sichdarunter der Brückenweg in der Mitte drey Zoll, ohne dafs die strafsenträger bre-chen , so, dafs man bey den mit 8 Pferden bespannten Lastwägen auf jeden Strafsen-träger ein Gewicht von 50 Centner rechnen kann.

Die Braunauer-mnbrücke besteht aus 15 jochen, wovon jedes 12 Pfähle hat,die weite der joehfelder beträgt 54 bis 71 Fufs; jedes Jochfeld ist mit sieben fich-tenen Strafsenträgern , 1 8 bis 20 Zoll in der Mitte im Durchmesser stark,, bedeckt.

Während ein mit sechs Pferden bespannter Lastwagen über die. Brücke fuhr, dessenIII. Band. 36