Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Beschreibung, der siesenhofer - trertachbrücke,

Tab. 115. Fig. vi. bis XII. inclusive, und Tab. 114. Fig. X.,welche im Jahre 1803 erbaut wurde .

§. 117. Ohnweit dem eine stunde von Kaufbeuern entlegenen Dorfe Biesen-hofen stand eine nur vierzehn Fufs breite Brüche, die fünf Joche hatte, und imjahre 1808 dem Einsturz nahe war. Nach der hydrometrischen Beschaffenheit desWertachflusses gab ich der neuen Brücke eine oeffnung von 108 schuh . Die Breiteder Brücke beträgt 26 schuh und die Hohe des Bogens 7 Fufs. Es bestehen die zweySeitenrippen aus drey 13 bis 15" starken Curven, die in zwey 12 \ schuh starkenWiderlagern 10 Fufs eingelassen sind. Von diesen ruht jedes auf 117 Grundpfahlen,welche im Mittel 10" stark, 17 bis IQ Fufs lang, und 12 bis 16 in den festen Grundmit einem 12 Centner schweren Rammklotze, eingerammt sind. Die Widerlager sinddergestalt von Kiesel, Ziegeln, Tufsteinen und KÖrtel aufgemauert, wie es das nachder Linie gf (f. 9.) genommene Profil (f. 12.) zeigt. Zwey curven stofsen in diestützkerbe 3 (F. 8.) und die untereCurve geht auf die stützschwelle 2, gegen welche eineQueerschwelle 4 anliegt, hinab. Hinter dieser letztem sind drey pfähle f eingerammt.

2) Die sichere Anlehnung des Bogens gegen die Widerlager wird noch da-durch bewirkt: dafs die stützschwelle 2 eine schräge tage hat; folglich auf die Sohledes Widerlagers drückt.

3) Die beyden Seitenrippen sind mit einander verbunden, a) mittelst fünfauf 16 Fufs Abstand liegenden Verbindungsschwellen > f. 8. T. 113. , durch welchesowohl als durch die Bogenhölzer und den schlufsbalken 5, 1 § zoll starke schraubengehen ; b) durch die Balkenwände o, wovon die äufsere Wand sich an zwey Stützsäu-len y, welche die Rippen einschliefsen, anlehnt; c) durch die Kreutzstreben ab und end-lich durch die Windruthen c d und k Z. Es liegen nämlich in dem mittlern Schwellen-felde zwey paar Windruthen über einander. Die Verbindung der Curven unter sichist durch fünf 1 f zoll starke schrauben und die schrauben ti , so wie durch diedarauf liegenden Bundhölzer o, bewirkt worden. Am Ende sind sie noch durch eineStützstrebe u unterstützt.

4) Wie der Werksatz eingerichtet wurde, zeigen Fig. 6. und 7.

5) Die aus fünf jochen bestehende Flufsrüstung, wovon jedes fünf pfählehatte, ist in Fig. 8. gezeichnet.

6) Figur 10. stellt den Durchschnitt dieser Brücke, nach der in Fig. 9. gezo-genen Linie i k , dar.

7) Die linkseitige Hälfte von Fig. 8. zeigt die Ansicht des Bogens, und dierechtseitige ist der nach der Linie m p Fig. 9, genommene Durchschnitt.

Im Juny 1808 wurde der Anfang mit dem Werksatze gemacht, und am 5ten»ebruar 180Q in meiner Gegenwart die Ausrüstung bewerkstelligt. Das setzen desBogens betrug in der Mitte 7". Seit dieser zeit hat man keinn weiteres Setzen verspürt.

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