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die Jochbrücken zerstört waren, gesichert sey, und welche 3) die oberhalb liegendenflachen Gegenden, so viel als möglich, gegen die Hochgewässer des Inns schützte! Indieser letzten Hinsicht nmfste also ihre oeffnung nicht zu grofs gemacht werden, undihre Chausseedämme über die höchsten Wasserstände reichen. Diesen Forderungenund dem Profil der von der Rott abgeführten Hochgewässer gemäfs, bestimmte ichdie Oeffnung ihres Bogens zu zweyhundert Schuh,
§. 120. Drey wichtige Aufgaben hatte ich durch ihre Construction zu lösen,a) Wie waren die Widerlager zu machen, um als sichere stiitzpuncte zu dienen?ö) Wie konnte die Ausbiegung von der verticalebene dieses dem Winde so sehrausgesetzten grofsen Baukörpers verhindert werden? c) Und welche Einrichtungxnufste mit den Verbindungen und der Construction der einzelnen Theile und desGanzen getroffen werden, um die Schwingung oder Oscillation, folglich die Bewegungder Brücke selbst zu verhindern ? Der aufmerksame Leser wird nun sehen, wie ichdiese Aufgabe gelöst, nachdem ich ihn mit der Construction und den Dimensionender Brücke bekannt gemacht habe.
l) Mifst die oefinung oder Weite der Brücke 200 Fufs; die Breite beträgt 2ÖSchuh. Die Hohe des sogens 18' 8"; dessen Radius 206 schuhe. 2) Jedes Wider-lager besteht aus zwey Abtheilungen. Die erste Abtheilung d, e, f, g, k, i, Fig. g.trägt eigentlich die Brücke und dient zugleich, wegen den darauf liegenden stütz»schwellen k. k. Fig. 8. zu stützpunctcn. *) Auf diesen zwey schwellen ruhen dieCurven 4, 5. 6, 7, 8. Q. der 2ten Abtheilung der zwey seiten-Rippen b und g, Aufeiner dritten schwelle ruht die aus drey Curven bestehende mittlere Rippe p, j, t,Fig. 7, g, und 12., welche mit der 2ten Abtheilung der Seiten-Rippen gleiche Weite,und Radius hat. Die erste Abtheilung dieser letztem, das ist die Rippen a. b. c.F. 6. 8. und 10., dessen Höhe l6 Schuh, die innere Weite 245 und dessen Radius406' 2" mifst, dienen nur eigentlich, um die Seitenausbiegung des Brückenkörpers zu-verhindern. Derselbe ist an jeder Hälfte, mittelst drey 2" starken schrauben 1, 2, 3,Fig. 8. b, mit der Innern Abtheilung, welche bey den Widerlagern aus 6 Bogenhöl-zern 4, 5, 6, 7, 8, g, F. 8, besteht, zusammen verbunden. Der erste Bogentheilabc geht 28' in die Widerlager hinein; der innere aus 6 Holzern bestehende Bogen-theil , aber 15 schuh . Durch diese Verbindung, das genaue und tiefe Emschliefsendes Bogens innerhalb der Widerlager, ist jede Ausbiegung von der verticalebene un-möglich. 3) Die erste Abtheilung der Widerlager ruht auf 55 Grundpfählen. Die-selben bestehen aus Kiefern, sind oben 15" stark und 14' tief, mit einem i2f-Centner schweren Rammklotze, bis zum stehen, eingerammt, und zwar auf einemAbstand von 2' bis 4f', von Mittel zu Mittel. In der vordem Reihe a F. g, stehen
*) Die StützscLwellen sowohl als die übrigen in den Widerlagern liegenden Schwellen sind vonEichenholz , die Curven von Fichten und Tannen.