Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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für die uogenh'olie 14, für die Breite der Briiclie 28 Schuh, und iiefs den Hauptbo-gen ans vier einzelnen Rippen 1, 2, 3, 4, Fig. 13. bestehen. Bisher hatten einigeGegner dieser Bauconstruction die Bemerkung gemacht, dafs man sie nur in denLändern ausführen könnte, wo sich starkes Nadelholz befände. Diese Einwendung zuvernichten, und bey der Construction der Bogenbriieken abzuwechseln, dazu fandich in dieser Gegend, wo es an starkem Nadelholze fehlte , die erwünschte Gelegen-heit. Die zwey Seitenrippen bestehen daher aus dünnen Curven, welche nur 1 1 Zollhoch, und 10 Zoll breit sind, die zw'ey mittlern Rippen aber aus 8 zoll breiten,und 2 zoll hoben fichtenen Brettern. Zu diesen sind nämlich unten und oben 3 zollstarke Bretter a b und cd F. 3. genommen, davon nur drey der Länge nach gebrauchtwurden. Zwischen denselben liegen 12 Stück um einen Zoll dünnere Bretter, derenLänge IQ bis 21 schuhe beträgt, aufeinander. Wir sehen daher, dafs nicht durch-aus starke Holzer zu dieser Bauart notuwendig sind. Vielmehr kann ich behaupten,dafs die Verbindung vieler dünnen Bretter eine gröfsere Tragkraft giebt, als ein ein-zelnes Bauholz von gleicher stärke , wenn man nur die seitenausbiegung verhindert. «Diese Bretter werden nämlich mittelst Kohlfeuer erwärmt, dann wird*die Oberflächedes untern, und die untere Fläche des darauf kommenden Brettes mit Tischlerleimdünn bestrichen, und so wird das untere Brett oder die untern Bretter, und dasobere Brett, mit zwingen dergestalt zusammen geprefst, dafs alle nur einen nolz-kürper bilden. Ich habe ähnliche Verbindungen von 21 drey Linien dicken Bretternmachen lassen, ihre stärke geprüft und gefunden , dafs sie weit mehr , als ein ein-zelnes so stark gewachsenes Holz trugen. Dieses ist auch begreiflich , wenn manerwägt, dafs die Fibern in jedem Brette anders, als in dein dax’an stossenden liegen, ■folglich ihre zerreissung nicht so leicht möglich ist, als bey einem aus dem Ganzengewachsenen Bauholze. An den Seiten eines so geleimten und zusammen gezwängtenBogens, worin die Tugen wenig sichtbar sind, wurden 2" dicke Bretter ef Fig. 3.angeleimt, um die Fugen selbst gegen das Eindringen der feuchten Nebel und desSchlagregens zu schützen, und die Tragkraft des Bogens zu vermehren. Diese eiche-nen etwa 10 schuh langen Bretter wurden nach der krummen Linie des Bogens aus-geschnitten ; denn bekanntlich kann man die auf die hohe Kante gestellten Bretter nichtkrümmen , weil sie sich gleich seitwärts ausbiegen.

Solche Verbindungen der kleinen Bretter zu einem ganzen Bogenstück, deren Stofs-fugen x Fig, 3. abweehseln müssen, kann ich nicht genug beym Bau der Bogenbriiekenund bey Treppen, kurz überall, wo man stark gekrümmte Bauhölzer nötnig hat,empfehlen. Die einzelnen Bretter lassen sich nämlich nach der Lehre selbst in Win-dungen krümmen ; folglich ist eine Zusammensetzung davon zu Bogenbriieken ..undTreppenträgern sehr geschickt. Die Verbindung der vier Rippen ist mit 17 Verbin-dungsschwellen w Fig., 4. und den dadurch gehenden Schrauben 5 bewirkt worden.Ihre seitenausbiegung hofte ich durch die Einspannung des Bogens in die Widerlager

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