Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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dem rrFlg. 8.und lo. verbunden waren. Zum Herunterhalten der Curven wurdenZugstützen h h hh angebracht. Da, wo die Diagonal-Rippen zusammenstofsen, mufsteauch eine zugslütze angebracht werden, die an die untere schwelle befestiget war.Sie verhinderte das Aufspringen der ersten Lage von der Bogenhuppelung. DieserWerksatz kann leicht etablirt werden, weil keine Pfähle dabey eingerammt sind.Das Holz davon war gröfstentheils zur Brücke anwendbar, und die Zimmerleute fan-den unter dem Werksatze überall rlatz zum Manöver ihrer Arbeiten und zum Trans-port der Bauhölzer. Zur Aufführung des rechtseitigen Widerlagers errichtete manrangdämme, zwischen denen der Raum vom Wasser geleert werden sollte. Das Fel-senbett hatte aber Klüfte, und lies viel Wasser durch, so dafs ich am 22. Augustdie Ausfüllung mit grofsen Steinblöcken, über welche cementmörtel gegossen wurde,und einen steinrost darüber anordnete.

Diese Brücke hat wie die in Tab. 115. dargestellte perspeetivische Ansicht zeigt,ein vorzüglich schönes Local und in der Entfernung sieht man unter derselben denDonauflufs und dessen linkseitiges Ufer.

Die nage der Stadt gestattete hier nur eine geringe Bogenhöhe, so dafs dieseBrücke zu den kühnsten gehört; die ich erbaut habe. Indessen wurde sie währenddes Kriegs aufgeführt, und die Artilleriezüge waren unzählbar, die im Trabe darüberbingesprengt wurden. Hiezu kam noch: dafs man sie, in meiner Abwesenheit, miteiner dicken Kiesdecke beschwert hatte; der Bogen senkte sich daher, ein jahr nachder Erbauung, um 18 zoll, und die Schifftungen fingen sich an zu trennen. Ichreiste, nachdem ich dies erfahren, gleich nach Vilshofen , liefs die Kiesdecke wegneh-men , und die Brücke mit zehn Schraubgeschirren 12" aufricfiten, in die getrenntenStellen eiserne Keile eintreiben, und von den Widerlagern ab zwey stützstreben(s. Fig. in.) anbringen, die Schraubgesehirre wegnehmen, und machte den Bogenfrey. So steht auch jetzt (anfangs 1814) diese Brücke, ohne dafs sich ihr Bogenvon neuem gesenkt hätte. Aber die Vorsicht gebietet dem Ingenieur immer mehrzu thun, als die augenblicklichen Ereignisse erfordern. Ich habe defswegen die Ein-® Ziehung aller in Fig. III. angedeuteten Windruthen angeordnet, denn bis jetzt sindderen nur in den zwey mittlern Feldern welche angebracht. Vielleicht lasse ich,wie bey der Brücke von Ettringen , auch noch, in der Mitte, eine Bogenrippe anbrin-gen. Auf diese weise wird also diese Brücke eine gröfsere Stabilität und Tragkrafterhalten, und ich rathe: diese Maafsregeln gleich anfänglich, bey einem ähnlich con»struirten, so grofsen und flachen Bogen, anzuwenden.

Diese »rücke ist vom Bauingenieur Lacher ausgeführt worden.