Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Beschreibung der bey manchen, wegen Verhütung der monäationen , i. j. 180Qvon niir vorgeschlagenen sogenbriicke , vonzwey hundert sechs und achtzig Fufs

oeffnung.

Tab. c zum I. Bande und Tab. Il6. zu diesem Bande.

129. Dafs der isarflufs in der Nähe der Hauptstadt sehr oft seine ufcrübersteigt, einen bedeutenden Theil dieser Stadt und einige Vorstädte überschwemmt,habe ich bereits im I. Bande s. 282. angeführt, und darin von denjenigen Flufseor-reetionen gehandelt, welche ich mit der Isar, unterhalb München , bewerkstelligte.Wenn der Ingenieur auf der Karte T. c diesen merkwürdigen Flufsbezirk analysirt, unddasjenige liest, was ich darüber im I. B. vorgetragen und wie ich ihn verbessert habe;auch die darin gemachten Vorschläge prüft: so wird derselbe eingestehen müssen,dafs die grofse Brücke 11 , wovon die Ansicht in Fig. 2. Tab. 116. und Fig. 3. Tab. c.dargestellt ist, eine wesentliche Ursache der Hochgewässer war. Diese steinerneBrücke hatte nämlich neun Bögen; und da sie in einer gegen den Strom hervortre-tenden Bogenkrümmung lag, so würden alle neun Bogen den ström eine rrofilweitevon 18Q schuh dargeboten haben, wenn man nicht auf jeder Seite eines Pfeilers fünfschuh für die durch den Pfeiler verursachte Aufstauung hätte abrechnen müssen , sodafs diese profilweite mit den Pfeilern des Flusses in keinem verhältnifs stand. Hiezukam noch, dafs unterhalb dieser Brücke, queer durch den Flufs, ein aus Pfählen undSchwellen bestehender Grund-Rost Fig. 2. Tab. 116. angelegt worden war, welcherdas natürliche Flufsbett, folglich auch den natürlichen Wasserstand um 4 Schuh er-höhte, und dafs endlich die Hochgewässer alle Bögen gänzlich füllte, so dafs diesesögen den hohen Strom nur ein profil von 10Q schuh darboten,

2) Liegt auf der innern Isar oder dem flofsbaren Arm, die Brücke e Tab. c, diein Fig. 3. dargestellt ist und drey gemauerte BÖgen hat, welche einem 12 Schuh ho-hen Gewässer eine profilweite von 178 Schuh darbieten. 3) Wie das LängenprofilNr. v. Tab. c und das im I. Bande Seite 29O beygebrachte Nivellement zeigt, so habendiese zvyey Brücken am 16. August 1807 den ström dergestalt aufgestaut, dafs eroberhalb denselben 16 Fufs 9 zoll stand, während derselbe, unterhalb, die Hohe von14 Fufs 5 Zoll erreichte, so dafs diese Brücken einen Wassersturz von zwey schuh vierZoll bildeten. Kein Wunder daher, wenn bey dem Eintritt jeder Ueberschwemmung;der Wunsch entstand, die äufsere. Brücke abzuändern; aber leider blieb es bey die-sem Wunsche, wiewohl ich in dem ersten Hefte meiner Beyträge zur Wasser- Brü-cken- und Strafsenbaukunde 18O8 auch in den Beyträgen zur Brückenbaukunde I8O9so wie in dem ersten Bande dieses Werks 1811 die Schädlichkeit dieser Brücken be-wiesen, und in der vorletzten Schrift seite 55 den Vorschlag zu derjenigen Bogen-Brücke gemacht habe, welche ich bald näher beschreiben werde. Ja, man fand e&nicht einmal der Mühe werth, den durch das Flufsbett unterhalb der Brücke gehen-den schädlichen Rost wegzubrechen, und ich durfte um so weniger auf seine Weg-III. Band. * .49