Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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38 §

nähme dringen, als ich nach der elenden Fundation der grofsen steinernen Brüchezu schüefsen berechtigt war , dafs sie über kurz oder lang einstürzen müfste, wel-che Behauptung ich sehr oft äufserte. Diese Brücke wurde nämlich von der Com-mune München unterhalten, welche auch die auf Tab. c. angedeuteten und demersten Bande Seite 283 zum Theil beschriebenen Ueberfälle, durch ihre Bauinspectiombesorgen läfst; Bauten , mit denen ich nichts zu schaffen habe. Wäre auf mein An-dringen dieser Rost wirklich abgebrochen , und die Brücke, wie es 1813 geschehenist, eingestürzt: so würde man mir die Schuld beygemessen haben, welche wahrenUrsachen auch den Einsturz bewirken mochten. Nachdem ich sowohl im L Bandeals hier bewiesen habe; dafs diese Brücke eine mitwirkende Ursache zu den schädli-chen Ueberschwemmungen gewesen ist, und ich zu der späterhin zu liefernden Beschrei-bung der im Bau begriffenen steinernen Brücke einen Zusatz, wegen Erbauung einesDurchlafswehres, machen werde: so komme ich zum bereits 180Q entworfenen Planeiner hölzernen Bogenbrücke, welche in der ll6, Kupfertafel dargestellt ist.

Nach der hydrometrischen Bestimmung kann sie aus einem Bogen von 28ÖSchuhe bestehn ; dessen Hohe betrage 22 schuh . Damit sich drey wägen bequemausweichen (Fig. 18.), so gebe ich der Brücke eine »reite von 40 Schuh. Die Con»struction der massiven Widerlager, welche auf einen Pfahl - und schwellrost gelegtwerden müssen, ist in Fig. 4, und 5, dargestellt. Die zwey Seiten-Rippen 1 und 5sollen aus doppelten Curvenlagen a und h Fig. 18. nebeneinander bestehen; bey demAnfangs des Bogens aus fünf und in der Mitte aus drey Curven übereinander, wiedies in Fig. 4, und 5. dargestellt ist. Die zwey Zwischen - Rippen 2 und 4(les cintres intermediaires) Fig. IV. und v. bestehen, aufser in den .vier mittleraSchwellfeldern, aus zwey Curven c, d, über einander. In diesen vier Feldern istaber noch ein vor seiner Aufbringung in der Mitte § Schuh stärker, als es die Bo-genlinie erfordert, gekrümmter »alken i Fig. 11, und 12., auf die zwey curven c d,gelegt und mit eben denselben Schrauben x Fig. 5., welche durch die Verbindungs-Schwellen w isr und jene Curven gehen, niedergezogen. Dieser gekrümmte Balkenspannt die Mitte des Bogens der zwey Rippen 2 und 4; vermehrt ihre Stabili-tät und ihre Tragkraft. Der Bogen - Rückgrad 3 hat an den Enden fünf und in derMitte drey Curven übereinander. Wie in den mittlera Feldern die Kreutzstrebenoder Windruthen ef gh an ihre Stützklötze k und zwischen den obern Verbindungs-Schwellen u anstemmen, zeigen Fig. 11. und 12, Die Windruthen o p qr Fig. 4. inden übrigen 20 Feldern gehen von der mittlera bis zu den zwey äussern Rippenund ruhen bey dem Kreutz auf die zwischen - Rippen 2 und 4, wie dies in Fig. 3.4. und 5. deutlich gezeigt ist. Die untere verbindungsschwellen n und» die Curvensollten wenigstens 15" zur Hohe und 13" zur Breite erhalten. Das Geländer sollteaus Eisen bestehen, worauf in der Mitte zwey Laternen (Fig. 1.) an den Abfahrtenaber vier Laternen anzubringen sind. Sechs Strafsenträger und fünf Schlufsbalken