Da man meinen Bogenbrücken den Vorwurf machte, dafs man bey ihnen zurzeit eines Krieges nicht schnell genug die Passage über den plufs sperren könne, sohabe ich, bey dieser Brücke, die Einrichtung getroffen: augenblicklich eine so grofseOeffnung in dem einen Bogen bewerkstelligen zujiönnen, so dafs erst nach mehrernTagen ihr Gebrauch wieder hergestellt werden kann. Es sind nämlich die zwey Rip-pen des rechtseitigen Bogens bey i i (Fig. 8.) auf eine Entfernung von fünfzig Fufs,nach den Linien i. n. q. durchgeschnitten. Diese Theile i i einer jeden Rippe wirdgehalten, und mit den Schenkeln des Bogens zu einem festen Ganzen verbunden,l) Durch zwey dadurch und den Schlufshalken gehenden zwey 1 \ zoll dicken eiser-nen schrauben o. 0. (Fig, 6.), ferner durch ein eichenes Holz in (Fig. 8.), welchesvermittelst drey schrauben an die Rippe, wodurch dieselben gehen, befestiget ist»und endlich mit einer beweglichen unter 1. sichtbarer! Querschwelle, die man zurückschiebt, wenn das Bogenstück i i geöffnet werden soll. Ist demnach die Wahrschein-lichkeit vorhanden, dafs der Feind in die Gegend von Rosenheim kommen kann,, sowird unter jeden Schenkel der drey Bogen ein aus 4 bis S Pfählen bestehendes Noth-joch errichtet, worauf diese Schenkel ruhn. Soll der BOgentheil i i herunter gelassenwerden, so befreyt man den ganzen sogen von allen iheilen des Fahrtweges, schiebtdie Schwelle unter i zurück, zieht die bey o Fig. 6. angebrachten schrauben unddie Querschrauben heraus, und jetzt fällt das Bogenstück herunter. An dessen Endenwerden aber starke Seile befestigt, um es vermittelst Erdwinden ans Ufer zu zie-hen. Soll es wieder eingesetzt werden, so errichtet man auf drey Jochen ein Gerüst,läfst alle einzelnen vorher numerirten Theile des Stückes auseinander nehmen, undverfährt wie bey der ersten Erbauung.
Gegen den Eisgang und den Angriff des Stromes sind die Joche und Wider-lager durch folgende Mittel beschützt worden. Vor den letztem und um die erstemliegen Faschinenbaue, die regelmäfsig mit einem aus grofsen und kleinen steinen be-stehenden Pflaster (Fig. 2 . und 15.) bis über den niedrigsten Wasserstand, bedecktsind, dann ist auf der äufsern Fläche des obern Schrägpfahles eines jeden Joches, einaus zwey aufeinander passenden, aus Gufseisen bestehenden, bis zum Traggurt hin-aufgehenden schienen zusammen gesetzter Eisbrecher u Fig. 17. mit acht 18 zolllangen und 12 Linien dicken eisernen Nägeln befestigt. Dieser Eisbrecher bildet vorneeine scharfe Kante, woran sich die Eisschollen spalten. Er wiegt fünf Centner undist bey v (Fig. 14.) auf dem auf den Schrägpfahl befestigten aus Eichenholz gemach-ten Mantel v, der nach aussen die Form des Eisschienen hat, aufgenagelt. Dieselbensind vorne 18 Linien, und hinten 6 Linien dick, und darin waren acht Nagellöchereingegossen. Endlich geht von jeder Seite der joche, unter den drey Tragririgen y(f. 14.) eine V* breite und 9 Linien dicke ausgeschmiedeten Eisen bestehende Schiene zbis über die Verschalung des Joches, herab.