$()&
am g. März beendigt. 5) Sieben Tage später waren die Joche verschaalt und dieUmgebungen gepflastert, weil man damit bis zum hohem Wasserstand* nicht wartendurfte. Anfangs März bestimmte man die Bogenlinien, d. i. die Hohen oder ordinalen,von der Horizontallirüe der Bögen, nach der Werkzeichnung, die von der wah-ren Gröfse hatte. 5) Am 5. März wurden auf den nach diesen ordinalen gelegtenünterlager der Bögen, die wir, so wie die Gerüstjoche, in Eig. 2. sehen, die erstenVerbindungssehwellen genau wagerecht gelegt., dann daselbst etwas eingeschnittenwo die Curven zu liegen kamen und am 6. zog man die erste curve, am Widerlagerund dein rechtseitigen Joch anfangend, ein; krümmte dieselbe über die verbindungs-schwellen , vermittelst nebel, und hielt ihre Enden durch eine zwinge rig. 3. herun-ter, die unten am Gerüstjoche befestigt wurde. Bis zum 13 . May waren die äufser»und innern Curvenlagen einer jeden Rippe übereinander gekrümmt und die Schlufs-balken darüber gelegt, so dafs man die J Zoll dicken Schrauben dadurch gezogenhatte, wie es im linkseitigen Bogen Fig. 2. angedeutet ist. Die Curven und übrigenHölzer wurden über die alte Brücke gezogen, und. von derselben waren, nach derRüstung ? verschiedene schräge - Flächen angebracht .*, ein Hülfsmittel, welches man,bey ähnlichen Gelegenheiten, nicht verabsäumen mufs. 6) Bis zum 30. May warenzugleich, bey Einziehung der Curven, alle Mittel- und Tragschwellen, so wie diestrafsenträger, gelegt. 7) Am 8, April hatte man angefangen, die Windruthen ein-zuspannen und am 5. mny waren diese sowohl, als die in Fig. 12. und 13. angedeu-teten sprengwerke aau.tt, fertig. 8) Am 31. May liefs ich die Brücke vollkommenausrüste», und eine genaue Messung zeigte : dafs sich der mittlere Bogen 7 Linien, dieandern zwey nur 4 Linien gesetzt hatten. 9) Den 15. eröfifnete ich den Gebrauchdieser Brücke. Ein mit Salzfässer beladener und mit 10 Pferden bespannter wagen,welcher mit den Menschen, die ihn umringten, wenigstens eine Last von dreyhunderfcvier und vierzig Centner ausmachte, wurde (im Trabe) darüber gefahren, ohne eineErschütterung dieser grofsen Brücke, zu verspüren»
Ich mufs hier die Gelegenheit ergreifen, um Folgendes zu bemerken: Diedurch die Bogenrippen gezogene schrauben gehen nur bis durch den schlufsbalkenund nicht durch die Geländersäulen. Diese letztem sind in die äufsere Lage der schlufs-balken gG (F. 11.), vermittelst .zwey zapfen, eingelassen, und gehen durch die Klötze E., um eine gföfsere Steifigkeit zu bekommen. Das Streichholz m des Geländers istauf die Geländersäule eingezapft, durch welche ein runder Riegel n geht, der beymDurchgang vierkantig gehauen ist, um die Säule nicht zu schwächen.
*) Da ich midi auf den sichern Stand der Joche verlassen konnte, so liefs ich in Gegenwart desrassischen Obrist Grafen von Potozky am May den linkseisigen vollendeten Bogen ausru-sten.