Die sinrammung so grofser pfähle als die Jöchpfahle, deren Länge 55 bisÖO Schuh und deren stärke 18 zoll betrug, erfordert starke und sichere Rüstungen,die oben ganz mit Bretter bedeckt werden, und dabey viel Vorsicht. Da ich inder Folge noch Einiges hierüber anführe, so bemerke ich nur , dafs die Ramme,zur Eintreibung aller schrägpfähle eines Joches , hiernach ihre Stellung (Fig. 34.) er-hielt und um vom winde (der auf dieser hohen Rüstung sehr heftig war) nichtumgeworfen zu werden, an diese mit Ketten befestigt wurde. Da sich so langepfähle in die vorgeschriebene Richtung nicht ohne zwey pfahllehren eintreiben lassen,so war in der Nähe des Brückenjoches ein niedriges auf acht Pfählen bestehendesJoch i (Fig. 32.) eingerammt, in dessen Deckschwelle ii die Ausschnitte für die17 Pfähle gemacht wurden, und dann wurde längs zwey Rüstungsjochen, wovon maneines in Fig. 34. sieht, an jedes, ein Riegel ab befestigt und dieser trug einige Hol-zer c, worauf eine Lehre d e genagelt war, die längs dem Brückenjoch hinlief.Darin wurden die Ausschnitte für jeden pfähl gemacht und diese correspondirtenmit denen in der Lehre i (rüg. 32.) verfertigten und zwar nach der entworfenenvyerkzeiciinung, d. i. nach der Stellung der Pfähle. Jetzt wurde das Einrammen mitdem Perpendicilair-Pfahl oder mittlern pfähl a (Fig - 37. und 38.) begonnen. Umdie zweyten pfahllehrstücke zu ersparen, und die Schwingung der Holzfibern desPfahles, so wie seine Klemmung zwischen zwey Lehren, .als wodurch die Wirkungdes Rammklotzes geschwächt wird, zu mäfsigen: so liefs ich einen Hebel ah (f. 32.)sowohl bey der untern Lehre i als bey der obern ed (Fig. 34.) anwenden. DieserPrefs - Hebel bestand nämlich aus einer jungen 4 bis 5" dicken Fichte, die sehr bieg-sam war, stark gespannt werden konnte und bey jedem Rammschlag etwas der Ela-sticität wegen, nachgab. Vorne bey a (Fig t 37.)'war dieselbe an die schwelle odertehre i vermittelst einer Kette und am Ende mit dem Seil b c befestigt. Wollte derJochpfahl sich aus seiner Richtung seitwärts geben, so wurde eine Fufswinde h (f. 30.)vermittelst zwey er starker Ketten , angespannt.
Wie die Curven, vermittelst Hebel, gekrümmt, mit diesen und den Zwingen f £(Fig. 2.) heruntergehalten wurden, wie die Rüstungen beschaffen waren, dies zeigtdie oben auf Tab. 122. stehende perspectivische Zeichnung, worauf wir eine der im-posantesten und schönsten Landschaften Baierns sehen ; ferner zeigen dies die ProfileFig. 3 5. 3.6.; der Aufrifs Fig. 2. und die Horizontalschnitte Fig. 4. und 5. Die 3ÖsteFigur ist ein bey der dritten verbindungsschwelle, und pig. 35. eine bey m (Fig. 2.)unter dem Bogen gegen das Widerlager zu, genommene Ansicht, während die dritteCurvenlage gekrümmt wurde.
Nachdem die Ausrüstung der Brücke geschehen war, wurden die in der Tiefestehenden Gerüstpfähle abgesprengt, die übrigen aber mit Schraubensätzen oder demWuchtbaum (n. Bd, s. 478.) ausgezog-en. Dieser bestand aus-einem Schienen Baum,den man vermittelst eines an einem von streben gehaltenen , oben auf die Brücke