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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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gestellten Flaschenzuges oder einer scheibe, aufzog, indem man darunter Richthachenanstemmte, dann wurde um den pfähl eine zwey Zoll dicke und 2Ö8 rfund schwereKette geschlungen. . Fünf Mann zogen den 1715 rfund schweren Hebel auf, dreybis vier Arbeiter waren in einem Boot beschäftigt, die Kette um den auszuziehendenpfähl zu befestigen, und während dem Herunterlassen des Hebels an diesen pfähl mitgrofsen Hämmern zu schlagen; acht bis zwölf siann zogen den Hebel, vermittelsteines um dessen Ende geschlungenen seils herunter, vermehrten daher die Wirkungder Schwere; zwey Mann unterstützten den langen Arm des Hebels, währenderaufgezogen ward. Binnen 2§- ragen wurden 19 Pfähle so ausgezogen; das Manöverkostete für jeden Pfahl 2 fl. 40 kr. Wenn man eine Berechnung über den mecha-nischen Effect anstellt, so beträgt der widerstand, welchen der eingerammte pfählausübt, 280 Centner; mit dieser Last hätte man ihn also belasten können, um tie-fer einzudringen. Es fieng nämlich der Pfahl schon an zu lüften, als der Hebelallein wirkte. Nach viermaligem Aufziehen des Hebels und Verkürzung der grofsenKette war der Pfahl so weit emporgekommen, dafs ihn zehn Mann mit einem klei-nen Hebel vollends herauszogen. Damit der Hebel nicht auf einen punct der Brückedrückte, so war darunter ein über einige Schwellen reichendes Widerlager gelegtworden. Durch das Ausziehen der pfähle hatten sich die Bogen, wo es statt fand,um sieben Linien gesetzt, und die zughöhe betrug 16 bis 18 Fufs. Zum Ausziehender Pfähle mit zwey Schraubensätze wurden 8 Mann gebraucht.

Diese Brücke bildet einen der schönsten, vielleicht den schönsten standpunctdes Königreichs; denn man sieht von hier aus die grofse Gebirgskette, und im Hin-tergründe einen Theil des Glöckner , wie dies auf der perspectivischen Ansicht t. 122.dargestellt ist. Endlich bemerke ich , dafs diese aus Eichen- und Lerchenholz mitzwey massiven Widerlagern erbaute grofse Brücke nur die Summe von 3037 7 11. geko-stet hat.

Beschreibung der bey der stadt Mühldorf in saiern über den mnflufs vom october1812 bis may 1813 aus drey sögen erbauten Brücke. Tab. 124. Fig. 1 bis 7. *).

§• 134. Die alte, aus dreyzebn Jochen bestandene, 400 Schuh lange Brückewar in den letzten Kriegen zweymal angezündet worden; man hatte also mehrereJoche aufgeschiftet und sie war so baufällig, dafs sie nicht länger benutzt werdenkonnte. Da sie mit den stromstrich eine oblique Richtung bildete, der Weg vor derStadt für das Fuhrwesen unbequem und unnöthig lang war: so beschlofs man den-

*) Fig. 2. giebt eine ansahauliche Erklärung der Construction von dieser Brücke und ihrer Ausfüh-rung. Der rechtseitige Bogen ist so gezeichnet, wie drey Curvenlagen aufgesetzt waren und dieRüstung-stand. Der mittlere Bogen ist hier, nach dem im Innern längs demselben genommenenLängenschnitt gezeichnet und der dritte Bogen ist von Aussen , und zwar die Seite flufsabvvärts,*dargestellt. Eig. 4 . 5. u, 6 . sind Queerschuitte uach denen auf F. 5 . gezogenen Linien AB,CDu. EF