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selben von der Stadt gerade fortlaufen zu lassen, und die neue Brücke rechtwink-licht mit dem Laufe des Flusses zu errichten. Ich bestimmte die profilweite nachden hydrometrischen Messungen, zu 373' 6" 6'", und da die Brücke drey Bogenhat, so erhielt jeder eine Oeffnung von 124' 10" 2"'.
Der innflufs führt einen heftigen Eisgang, dessen Geschwindigkeit beträgt beyMühldorf , beym mittlern Wasserstande, acht Fufs in der Secunde, und dessen Hoch-gewässer steigen über den niedrigsten Stand 20 / 8", während sie bey Neuöttingennur 13' 9" erreichen. (Meine Beyträge zur Wasserbaukunst 1. Heft von 1808. $.32).
Ich machte den Vorschlag, dieser Brücke 2 steinerne Pfeiler bd (f. 2.) von6 Schuh Dicke zu geben, um sie gegen die Angriffe des Stromes und der Eisgänge zusichern, und ihre Dauer, bey dieser frequenten Passage, möglichst zu verlängern.Die Anfänge der Bogen konnten, der Lage Mühldorfs wegen, nur dreyzehn Fufs überden niedrigsten Wasserstand erhoben werden. Die Seitenbögen erhielten, von ihrersehne an zwölf, der mittlere Bogen aber dreyzehn Fufs Hohe.
Die Widerlager dieser Brücke (Fig. 2.) sind auf Pfahl - zum Theil auf Schwell-roste gegründet. Ihre Breite jj (Fig. 3.) beträgt, längs dem Flufs, 34', gegen dasUfer 42', und ihre Dicke 14 schuh . In der Richtung der 3 Rippen k, z, jvi der Bö-gen gehn von dem eigentlichen Widerlager noeh drey Stützmauern p r ab, welcheeines Theils zur Verstärkung der Widerlager und andern Theiles zur Aufhaltungder Chaussee - Dämme oder Auffahrten dienen. Ihre Stärke beträgt, an der Grund-fläche b' und 12 Fufs vom niedrigsten Wasserstande ab vier Schuh. Die linkseitigenStützmauern endigen an einer 12 / breiten beynahe eben so hohen Durchfahrt F Fig. 2.und 3., welche der Commnnication mit dem Flusse und den Wiesen wegen nothwen-dig war, indem die üeberfahrt über die hohe chausse zu unbequem gewesen wäre,da ohnedies in deren Nähe noch ein Haus steht. Bey p und v Fig. 3. laufen nochzwey Stützmauern längs der Chaussee, die nach Innen von der Kauer n gehalten wird,fort. Durch diese Widerlager und Stützmauern hat also die Brücke zwey sichereAnlehnpuncte bekommen, die unzerstörbar, sind.
Das Bett des Flusses besteht hier aus einem feinen TÖpferthon, den manflinz nennt, welcher, bis zu einiger Tiefe, der Harte eines Steines gleich kömmtund allen Angriffen des Stromes und Eisganges widerstand leistet: so dafs man vonder Zunahme, der Tiefe, in diesem Stromprofil, kein Beispiel hat. Dieser umstandmachte es unmöglich : die Rostpfähle, unter den Widerlagern, tiefer als es die ProfileFig. 4. und 5. andeuten, mit 1500 bis 2000 Rarmnschlägen und einem Rammklotzvon 1407 Pfund, einzutreiben, so dafs man also auf einen sichern stand der Wider-lager zu rechnen berechtigt ist. Ja es war beym rechtseitigen Widerlager nicht mög-lich , mehr als zwey pfahlreihen einzurammen, und es mufsten, mit dem Bohrer, dieLöcher für viele der pfähle vorgebohrt werden; der weiter gehende Schwellrost wurdeauf den mit scharfen Werkzeugen abgehauenen tlinz gelegt. Das linkseitige mehr,