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dazu fast unvermeidlich werden, unter jede Curvenlagc, wo die Verbindungsschwel-len liegen, ein Pfahl 4 bis 8 Fufs tief in den Boden eingerammt werden, wie diesdie Aufrisse Fig. 5. Tab. 105. deutlich zeigen 5 denn ein Stuhl- oder schwellgeriistallein würde dem aus den schwellen, den Rippen, den Bundhölzern und den übrigenBautheilen bestehenden schweren Körper nicht Stabilität genug geben, weiche um sonothwendiger ist, da auf dem Gerüste die Bauhölzer hin- und hergewälzt, die Curvenvermittelst Hebeln und Zugwinden gebogen werden.
5) Weit zweckmäfsiger ist es aber, anstatt die Brückenbögen auf dem Landeüber Gerüste, gleich auf Flufsrüstungen abzubinden. Hierdurch werden bedeutendeSummen und zeit erspart, auch entsteht eine genauere Verbindung aller einzelnenHaupttheile der Bogenbrücke. Doch “ich beziehe mich auf das bereits hierüber beyden Beschreibungen der Brücken Vorgetragene. Diese Flufsrüstungen können nun ausden jochen der alten Brücken T. 123. oder aus F. 12. besonders zu diesem Zweck auf20 bis 30 Schuh Abstand, aus 4 bis 6 Pfählen bestehenden und mit Gurtungen ver-sehenen jochen bestehen. Wie solche Gerüstjoche gestellt und die Flufsrüstungeneingerichtet sind, zeigen Big. 1. und 2. Tab. 122. Fig. 2. und 3. Tab, 124. Fig. 2,Tab. 1 IQ. und Fig. g. Tab, 114. Neben der Hauptflufsrüstung v Fig. 2. Tab. lig,oder wie bey der Mühldorfer - Brücke T. 124. wird ein Laufgerüst zum Transport derBauhölzer und zum Geben etablirt. Es giebt Fälle, wo man dazu die alte baufälligeBrücke, wenn sie in der Nahe der neuen steht, anwenden kann, wie bey der Rosen-heimer - Brücke geschehen ist. Mit solchen Transportbrücken wird dann, währenddem Bau, das zehnfache erspart, was sie kostet, und man sollte sie niemals anzule-gen unterlassen. Wenn die über den Flufs zu errichtende Gerüstbrücke (Flufsriistung)nicht breit genug zu diesem Behuf gemacht werden kann, so kömmt an einer Seite,oder längs beyden seiten auch ein niedrigeres Laufgerüst d. b„ Fig. 2, Tab. lig. undTab, 124, zu stehen,
6) An die Flufsriistung werden nun, wie es oben gezeigt ist, die Hauptlagerund Kriimmungspuncte der Bogenrippen abgesteckt, und die gleichnamigen Puncteder Bögen in eine horizontale und lothrechte Ebene gelegt. Da diese Rüstungen, we-gen dem Einrammen der joche von der Brücke oder der Grundpfähle von den pfeilern,zuerst mit einer fast horizontalen Oberfläche angelegt werden, um über dieselbendie Joch- oder Grundpfahle zu transportiren und die Ramm - Maschinen zu stellen»so werden die“ Gerüstjoche später hin, je nach der Krümmung der BÖgen, abgeschnit-ten. Die Unterlager, welche unter die verbindungsschwellen zu liegen kommen,bestehen deswegen bey dem Werksatze nur aus einem in die Queere liegenden Lager-holze und bey den über den Flufs geschlagenen Gerüste aus drey Lagerhölzern, wor-unter gleichfalls sich nur ein quer liegendes Lagerholz befindet, Fig. 1, Tab. 113.,weil man sonst die Schraubenlöcher nicht bequem bohren, und an die durch diese
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