Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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verlieren können« Wenn daher, in diesem Fall, die Wegnahme der swey Seiten-rippen verlangt wird, so kann dies ohne Nachtheil der übrigen Bogen geschehen.Hat die Brücke mir zwey Seitenrippen, so ist entweder die Einrichtung dabey bereitsgetroffen, dafs man einen Theil des Bogens ins Wasser stürzen lassen kann, oder eswerden gleichfalls die Trag- und Verbindungsschwellen abgesägt, so dafs die Passageeben so lange gestört ist, als bey den sonst abgebrannten Jochbrücken. Zur Sicher-heit der übrigen Bogen wird auf eine Entfernung von 10 bis IS', von dem joch oderPfeiler dieses Bogens (zu beyden seiten) ein aus vier pfählen bestehendes Nothjocheingerammt, welches in wenigen Stunden bewerkstelligt werden kann. Zwischen derKronschwelle dieses Joches und dem Bogen werden Keile eingetrieben. Diese Vor-richtung ist jedoch nur alsdann nothweadig, wenn der eine Theil des Bogens gänz-lich hat weggenommen werden müssen, oder wenn man in dem nur aus zwey Rip-pen bestehenden Bogen diejenigen Schrauben, welche die Curven zusammen halten,gelöst und zum Theil ausgezogen hatte. Diese Nothjoche dienen nämlich zur Erhal-tung der vorm von den übrigen Bögen. Da auf diese Weise jede Bogenbrücke eben«o schnell wie eine gewöhnliche Jochbrücke zur vassage unbrauchbar gemacht wirdso ist kein Grund vorhanden, warum man sie im Kriege verbrennen sollte. Diehohe Stellung der steinernen' und hölzernen Bogenbrücken ist aber auf keine weisemilitärich nachtheilig, denn eines rheils kömmt es auf einige Schuhe nicht an, wenndie Brücke vom feindlichen Geschütz bestrichen wird, und andern Theils ist es immerrathsam, vor den wichtigsten Brücken gute Yerschanzungen anzulegen, und eine aus l,2 oder 3 .übereinander kreuzweise zu legende Flofsbaumlagen bestehende Flofsbrücke,neben der stehenden Brücke, wie dies im Jahre 3 809 bey der über den Lech zyAugsburg stehenden Bogcnbriicke geschehen ist, machen zu lassen.

Ist von dem commandirenden General die gänzliche Abtragung eines sogensfür durchaus nothwendig erklärt worden, so mijfs dieses allerdings geschehen, dennim Kriege lä.fst sich auf die Länge gegen den Willen nicht demonstriren. Alsdannwird die Wiederherstellung der Passage (wenn über den Flufs zurück gegangen wer-den soll) in wenig stunden bewerkstelligt werden können, wenn man solche joch-schiffe oder jochzillen, wie zur Aufnahme der Ramm-aiaschinen, beym Einrammen derJoche zu den in Baiern von mir erbauten Bogenbrücken gebraucht worden sind, anwen-det. Auf ein grofses rlufsschiff wird nämlich mittelst der in dessen Mitte (der Län-ge nach) auf den Boden gelegten schwellen eingelassenen, vertical stehenden Holzerein Brückenjoch errichtet. Diese verticalstützen, welche die Pfähle eines Joches er-setzen, sind in diese schwelle eingelassen., geben oben durch eine darüber zu legen-de schwelle , die man die Kronschwelle nennt, worauf die Strassenträger der Brückeruhen. Längs den verticalen Hölzern gehen zwey daran befestigte Gurtungen, dieman mit schrägstützen, nach der Seite, in ihre Lage hält, um das Joch selbst verti-cal zu halten. Alan sehe übrigens auf T. 12 (J. die F. 3Q. 40. 41., welche solches jochschifftiarsteilen.