Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Ein solches jochschiff oder je nach der Gröfse der oeffnung mehrere dergleichenjochschiffe werden in den Strom gelegt, mit Ankern befestigt, und darüber hin dieStrassenträgcr oder Briiekenruthen vertheilt, auf denen die Deekplanken zu liegenkommen. Es versteht sich, dafs man die Hohe des so construirten Joches nach demAbstande der Wasserfläche vom Brückenwege einriehten muß. Steigt der Strom , sowird auch der Brückenweg etwas steigen, und man konnte, um die hieraus entste-hende Unbequemlichkeit zu verhindern, die untere Tragsehwelle auf zwey in derMitte des Schiffes anzubringende Sehrauhensätze legen, folglich das Joch hoher undniedriger machen *). Diese jochschiffe sind auch zur Eröffnung der Passage beyzerstörten Pfahl - oder Jochbrücken und bey gesprengten steinernen Brücken nichtgenug zu empfehlen, weil sie vor der langsamen mehrere Tage dauernden Einram-miing neuer joche (in gewissen Fällen) den Vorzug verdienen. Wenn einsichtsvolleofficiere, die zugleich Feinde unnützer Verheerungen sind, dieses lesen, und sicheiniger maafsen mit der Construction der Bogenbrücken bekannt gemacht haben : soist nicht daran zu zweifeln, däfs sie in jedem Lande gerne zu ihrer Erhaltung bey-tragen. Diese Construction ist ja auch für Militär - Einrichtungen, z. B. beym Bede-cken der Casematten , Blockhäusern und den Dächern der Casernen vorzüglich aberbey Festungen, nicht unwichtig! Eine unnütze Zerstörung dieser Brücken bringtüberdiefs den Bürger auf und verursacht unnütze und bedeutende Kosten. Soll in-dessen ein Brücken - Bogen, auf einige Tage, unbrauchbar gemacht werden; sokann diefs, ohne Brand, in wenig stunden geschehen, wenn man nur 48 Stundenzuvor die Voranstalten trifft. Mehrere Bögen zu zerstören , würde nur einen Muth-wilien verrathen, der nie Ehre bringt,, nie gebilligt werden kann, und dessen sichgewifs kein offieier wird zu Schulden kommen lassen. Eine oeffnung solcher Bogen-brücken ist, wie gesagt, weiter als schon bedeutende Joch-Brücken grofs sind, undkann mit den längsten Bäumen nicht überlegt werden.,

$. 157. Ich glaube nun noch folgende Bemerkungen machen zu dürfen,l) Ist diese meine Bauconstruction , bey den Lehrgerüsten der steinernen Brücken,mit grofsen Vortheil anzuwenden ! Der Kenner wird daher ihre Vorzüge vor denübrigen Constructionen , sowohl in öconoinischer als nautischer und militärischerHinsicht würdigen; ja! ich hege die Hoffnung, daß Männer, welche sinn für dasNützliche, Schöne und orofse , daneben Einfluß auf öffentliche Anlagen haben , denBau solcher Bogenbrücken befördern werden.

2) Ist sie zu den gröfsten Brückenbögen geeignet, und ich will dies durchfolgenden Entwurf zu bestätigen suchen. Ich getraue mir nämlich auf eine Weite vonsechshundert Schuh, einen einzigen Bogen zu erbauen. Diesen in den Figuren 15. bis iQ.

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*) Wenn das Schiff viel mahr als die über die Brücke gehende Last tragen kann, so läfst »ich beymwachsenden Strome dessen tieferes Eintauchen auch durch einiuladende Steine bewerkstelligen.