dehnt haben würde, a5s gegenwärtig. Um den Fahrtweg horizontal zu legen, dazuhätte man sich (über den Pfeilern) nur einiger schwellen bedienen können. Genug!die schrägstehenden Träger sollen einige Risse erhalten haben, und die vielen schrau-hen bedürfen der steten Nachsicht. Diese Brücke hat über zwey Millionen Frankengekostet. Als sie aufgerichtet werden sollte, paßten» wie man mir gesagt hat, die *mittlern oder schlufsstücke nicht vollkommen, so, dafs die Bogenform nicht entstand.Es wurde daher unter der ausgerüsteten Brücke ein grofses Feuer gemacht, nachdemmau den obern Theil mit Steinen beschwert hatte ; als jetzt das Eisen durchglühtwar , gab sich der Bogen abwärts in die für ihn bestimmte Krümmung.
Herr namande hat auch den Entwurf zu einer eisernen Brücke , nämlich ztider Brücke von Jena gemacht. Dieselbe sollte 5 Bögen, jeder zu 28 m Oeffnung und3 m 30' Hohe erhallten. Die Gewölbstücke der acht Rippen sollten eine Kreuzverbin-dung bekommen , und ihre Zusammensetzung wollte dieser Ingenieur , wie bey derBrücke von Sunderland, mit eisernen Schienen, die Querverbindung aber, wie beyder Brücke von Austerlitz, bewerkstelligen. Dieser plan wurde aber nicht angenom-men , sondern es ist von eben diesem Ingenieur in eine steinerne Brücke entworfenworden , die jetzt vollendet, ist.
1 66 . In Teutschland ist, meines Wissens, nur eine anmerkenswerthe ei-serne Brücke erbaut, denn die in Berlin über den Kupfergraben errichtete, ist unbe-deutend. Ihr Bogen hat nur 19 Fufs 2f Zoll zur weite, dessen Hohe beträgt siebenSchuh. Ihre construction ist die der folgenden Brücke ähnlich. Diese Brücke, wel-che ich meyne, hat der Grai^mirghaus zu Laasan in Niederschlesien , im Jahre 17Q4,auf seine Kosten, über das striguuer - rrasser erbaut. Sie ist Fig. 16 . 29 . 30. darge-stellt. Die Oeffnung ihres Bogens beträgt 40 Schuh und die Breite 18 Fufs. Siewiegt etwas über 800 Centner, hat 7ÖQ4 Thaler gekostet, und ist auf dem berühm-ten Eisenhüttenwerke zu Malapane von Herrn p.aüdun gegossen worden. Uebrigensist die Construction durch die angeführten Zeichnungen erklärt.
$. 1Ö7. Die bisher zum Theil von Eisen aufgeführten Brücken, von denenich die wichtigsten beschrieben habe , sind äusserst kostbar. Ich dachte daher dar-über nach : wie die bekannten Constructionen mit einer aus eisernen Rohren zusam-mengesetzten vertauscht werden könnten, indem ich bereits im Jahre 1805 im viertenBande der ersten Auflage dieses Werkes und im jahre 180Q in meinen Beyträgen zurBrückenbaukunde Seite Q 8 , so wie in der Prefa^e der französischen Ausgabe Seite 8 ,zu den schleusen und Brücken, hohle eiserne Rohren und pfähle vorgeschlagen hatte.Diese Construction habe ich im Herbste 1810 dem Oberingenieur Barraga, dem Bau«inspector schnster, dem Bauingenieur Rdgauer mitgetheilt; dem letztem aber beauf-tragte ich im December, sich nach dem preise solcher Rohren, auf der Hütte von'Kieferfelden am Inn , zu erkundigen. Im Jahre 18H theilte ich die Idee von dieserConstruction dem Baudireetor von Brentano , und dem Ingenieur mef in Neuburg mit,