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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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und liefs, nach meiner Angabe, das Modell einer aus nähren zusammengesetztenBrüche verfertigen. Am 25. May machte ich in dem französischen, dem i. Bandefceygefügten Sendschreiben an das französische Institut, von dieser Consructiön, eineAnzeige, und jetzt besitze ich ein vortrefflich gegossenes Modell, wovon ich weiterunten Auskunft gehen werde *).

Ueber meine construction der eisernen Brüchen. Tab. 12Ö. und 134.

§. 1Ö8. Da die aus Eisen gegossenen kreisförmige Rohren bey gleicher Massedes Eisens eine gröfsere Tragkraft als Stäbe ans Gufseisen und volle Cylinder voneben der Masse ausüben **), weil sie ein doppeltes Gcwöbe bilden, und welches dienoch vorkommenden versuche beweisen; so wähle ich cylinderförmigo Rohren zu dennippen eines sogens (siehe rigur 1. bis 12.). Auch diejenigen Theile, welche dieRippen des Bogens zusammen verbinden , bestehen aus Rohren, und da diese weiternichts als sich selbst zu tragen haben, sondern nur die Steifigkeit des nogens, d. i.

*) Ich hahe auch die eisernen Röhren 7.u einem von mir angegebenen Theater, -welches ich fürMünchen (lSil) entwarf, zum Tragen der Logen vorgeschlagen, um den Schall zu vermehrenund das Sehen zu erleichtern. Dieses Theater würde ein I’crystyle von sechs corinthisehcn Säu-len, und wie ich mir schmeichle, eine den Erfordernissen eines grofsen Theaters entsprechendeEinrichtung erhalten haben. Ich setzte dieses Theater mit zwey Gebäuden in Verbindung, wo-von jedes an der Hauptseite eine aus 6 jonischen Säulen bestehende Vorhalle hat, und dessenauf eine Strafse stofsende Seite 4 solche gleichfalls freystehende Säulen erhalten sollte. In je-dem dieser Gebäude, welche für ein Cassino und für das Musäum bestimmt sind, habe ich ei-nen mit einer Bohlen - Kuppel zu deckenden grofsen runden Saal angebracht. Diese Säle wür-den von oben beleuchtet, und die zwey Kuppeln würden die Ansicht auf München mannigfalti-ger machen. Den einen Saal hatte ich zu den Proben des Orchesters und der Schauspiele be-stimmt; er kann gclieitzt werden, und würde, wegen der aus Bohlen bestehenden Kuppel, jedenfalschen Accord und jede falsche Declamation leicht hörbar machen. Der andere im Museum,würde zu den Concertem gedient haben. Hinter der Bühne sollte ein 100 l ufs langer und50 Fufs breiter Saal kommen , der zur Vergröfserung der Bühne, zu den Redouten, oder je nach-dem es erforderlich wäre, für die Decorationsmahler zum Attelier, dienen könnte, und derdurch die im ersten Stock angebrachten Fenster, also von oben beleuchtet würde. Die Beda-chung des Theaters habe ich nach der Construction meiner Bogenbrücken gewählt , die es mög-lich macht, ein niedriges Dach ohne viel Holzwerk über das 80 Fufs breite Hauptgebäude zuerhalten, und dem Flafond eine schöne Form zu gehen; es ist meinen bey Brücken angewende-. tcu Bogeuliängewerkeu §. 55-, ähnlich. Vor der Bühne wollte ich, zur Vermeidung eines Bran-des, einen von Blech bestehenden Vorhang, der aus einzelnen Paletten gemacht werden kann,zur Zeit der Gefahr, lierablassen. Die Farbe des Innern vom Theater sollte hellblau seyu, weil»ich diese Farbe bey Licht zum schönsten ausnimmt, welches das Theater an der Wien zu Wien beweifst. Die Zeichnungen dieses Entwurfes habe ich zur letzten Kunst - Ausstellung gegeben-Diesen Entwurf werde ich vielleicht stechen lassen, wo er dann mit dem im Bau begriffenenTheater, worüber ich hier nichts sagen mag, verglichen werden kann; dessen Plan ist abernicht, wie der meinige, öffentlich ausgestellt worden!!

•') Eytelwein in seinem vortrefflichen Handbuche der Statik fester Körper 2. Band Seite 322) be-rechnet die respectiven Festigkeiten des vollen Cylinder* von gleicher Mas6e der e,DerRöln-e, wie 0,824786 zu 1.

o.