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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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die Vereinigung oder vefbindung der Rippen zu einem Ganzen bewirken , so ist ibrDurchmesser geringer, als der von den Röhren der Bogen - Rippen. Ellyptische Roh-ren, die natürlich mehr tragen, als cylinderisehe, wählte ich defswegen nicht, weilsie nicht ein so schönes Ansehen darbieten, als jene, ihr Gufs und ihre Formung nachder Bogenkriiinme, so w r ie das Aufpassen der Hülsen, die sich nicht darauf verschie-ben lassen, beschwerlich, der Unterschied an Eisen aber unbedeutend wird.

Bey dieser Construction habe ich drey wesentliche zwecke zu erreichen michbestrebt, und den vierten nicht verabsäumt. Ich habe dieselbe nämlich dergestalteinzurichten gesucht, l) dafs die Brücken nicht nur die schwersten Lasten tragen,sondern auch der schnellen Bewegung dieser Lasten einen vollkommenen widerstandleisten; und alle den Fahrweg unterstützenden Theile, der Einwirkung,, welche dieAuswechslung der Temperatur hervorbringt, unschädlich nachgeben, indem ich sievon geschmiedeten Eisen und nicht von Gufseisen mache. 2) Dafs die seitenausbie-gung des Bogens verhindert; 3) dafs die oscillation der Brücke unbedeutend, und4) die Construction dergestalt eingerichtet sey, dafs der Stofs oder die heftige Bewe-gung von den Fuhrwerken und der' Reuterey, selbst bey der strengsten Kälte, keinenachtheilige Einwirkung auf die eisernen, sögen (Bogenrippen) oder den übrigen Theilender Brücke hervorbringen.

Dieses sind nämlich die vier Bedingungen r denen alle Bogenbrücken entspre-chen müssen. Betrachten wir die erste Bedingung, d. i. die Tragkraft: so ergiebtsich die nothwendige Folge, dafs man bey der Construction einer Brücke, so vieleTragpuncte als zum vollkommensten Widerstande der Lasten nothwendig sind, zu er-halten suchen, also Tragringe und Tragschrauben anwenden müsse. Wird die zweyteBedingung erwogen; so erscheint die Nothwendigkeit, dafs man, zur Verhinderungder Seitenausbiegung, den nogen der Brücke, nicht nur in die Widerlager einscliliefse,oder mit ihrer Masse genau verbinde, sondern auch dafür zu sorgen habe, dafs di«einzelnen Rippen des Bogens nicht isolirt in die Widerlager eingelassen, sondern anihren Enden untereinander verbunden werden müssen; dafs man ferner, den obernTheil (von eisernen oder hölzernen Bogen) mit der Masse des Widerlagers innigstvereinige, und endlich bey jeder grofsen oeffhung, von dem Widerlager ab nach ei-ner schiefen Richtung gehende und in der Mitte des Bogens sich vereinigende Rippen(Diagonal-Rippen g u Fig. 3.) anzubringen habe. Was die Oscillation dar Brückenanbetrifft, so kann der Ingenieur dieselbe dadurch unmerkbar machen, dafs a) dieHauptlheile des Rogens in die Widerlager hineingehen, ö) dieselben dergestalt mit-einander verbunden werden, so dafs der Bogen die gröfstniöglichste mit einer weisenSparsamkeit verbundene Stabilität erhält; und dieses letztere wird vorzüglich durchdie nach der Queere anzubringenden Verbindungsstücke bewirkt. Endlich dient zurAufhängung oder Vernichtung des heftigen stofses der sich über die Brücke schnellund ruckweise bewegenden LasLen oder Kräfte, der hölzerne den Fahrweg unmittel-III. Band. 5Ö