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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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besonders anstatt der sechs dem Widerlager zunächst stellenden, könnte man auchüber jeden nagen zwey grofse und sechs kleine Ringe, also auf der einen Seite desWiderlagers sechs grofse und achtzehn kleine ninge, anbringen, wie diefs bey demgrofsen Bogen Fig. 1. Tab. 12Ö. und der Brücke Tab. 133, geschehen ist. Diese Ringecc und das aus Gufseisen bestehende Stück uu sind vorzüglich geschickt, den Druckder Lasten auf viele Functe des Bogens oder der nippen zu vertheilen, und indemsie aus geschmiedeten Eisen bestehen, so geben sie sowohl dem Druck der Lastenals der Einwirkung der Temperatur etwas nach, und gehen zu ihrer Form wiederzurück. Sie üben daher eine Federkraft aus, die wegen ihrer stärke und der Con-struction der Brücke, für die Stabilität nicht nachtheilig werden kann. Dünnes Gufs-eisen hingegen springt eher bey der Kälte, und ist daher nicht so zu diesem zweckegeschickt. Dem stofs der Fuhrwerke oder der Reuterey ist aber mit dem hölzernenBogen e j pig. 12. begegnet, so, dafs er nicht auf die von Gufseisen gemachten RÖhrenrip-pen wirken kann, und dieser hölzerne Bogen ist eine wesentliche Verbesserung dereisernen Brücken. Damit er lange dauert, so sollte man ihn aus Eichen- oder Ler-chenholz bestehen lassen.

$. 172. Die g-ofse Tragkraft dieser Brücken entsteht: a) aus der mittelstQuecrröhren gemachten Verbindung der Rippen unter sich; denn die Stabilität wirddadurch vorzüglich bewirkt, dafs die Rohren, nur auf einen Abstand von g Fufsliegen, und dafs durch beyde, das ist, durch die Rippe und die Verbindungsröhre,Radialstützen gezogen sind. Z>) Darin, dafs der Bogen gegen und in die Widerlagereinen unbeweglichen Stützpunct hat; c) dafs die zwey gegen das Widerlager gestütz-ten Curven e, f, Fig. 12., und der Schlufsbalken g durch diese Radialstützen, mitdem Bogen selbst in Verbindung gebracht sind; folglich die Tragkraft und Stabilitätder Brücke aufserordentlich vermehren. Ein Beweis hievon ist, dafs ich hölzerneEogenbriicken, von 108 Fufs Bogenweite, blofs aus zwey Seitenrippen, die in derMitte nur aus drey Curvenlagen bestehen, erbaut habe, d) Ferner wird die Trag-kraft dadurch vermehrt: dafs die Tragpuncte, worauf die über die Brücke gehendenLasten drucken, dadurch vervielfacht sind, dafs unter dem schlufsbalken g eben soviele hölzerne gueerschwellen kh Fig. 13. (Tragschwellen) durchgehen, als verbin-dungsröhren sind, e) Die Tragkraft und Stabilität der Brücke wird dadurch nochverstärkt, dafs in sechs Feldern eines jeden Bogens, zwey Zoll starke schräg stehendestützen Fig. 12. angebracht sind, welche man, vermittelst Lappen, an die Radialstü-tzen schraubt, f) Auch vermehren die fünf strafsenträger Fig. 13, auf welchen derGeh - und Fahrweg ruht, so wie die darauf genagelten Deckplanken die Tragkraft oderSteifigkeit der Brücke bedeutend. Endlich wird g) die Stabilität dieser Brücke vonder Spannung der eisernen Geländer verstärkt, und so werden die über die Brückegehenden Lasten auf 32 Tragpuncte der 3 Rippen drucken, wenn sie die Mitte desBogens berühren, ohne den Druck gegen die Widerlager zu rechnen.

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