450
Diese zwey Scheiben der beyden Hälften der Diagönalbogen werden von den daran,nach der vordem Fläche, anpassenden zwey andern Scheiben, mit 10, achtzehn Li-nien dicken schrauben, -angezogen und befestigt. Jetzt mufs noch für die Vereini-gung der Mittlernrippe i Fig. 47. mit*den Diagonelbögen g und h gesorgt werden,welches so geschieht: Es wird nämlich sin volles Eisenstück c d , welches ich denschlufsheil nenne , so gegossen, dafs es an der einen Seite mit einem in die Mittel-Röhre i passenden Cylinderzapfen c Fig. 47. 4Q. und 51. an der andern mit einemKeil d Fig. 47. und 50. endigt. Dieser Keil erhält ober- und unterhalb zwey Cy-linder - Ausschnitte , welche über den Rand der Rohren von den Diagonalrippen g undh überstehen, um eine vollkommene Festigkeit des Bogenschiusses zu bewirken.Der untere -Theil der oben angezeigten und so befestigten Scheiben wird in das mitt.lere Verbindungsrohr f. f. Fig. 5. eingesenkt, wozu darin sowohl als in den ebenbeschriebenen Hülsen eine oelfnung für diesen untern Theil der Scheibe befindlichist; der obere Theil von der scheibe wird , der Quere nach ,, in die darüber liegendeTragschwelle eingelassen.
Auf diese Weise sind also die den €chlufs des Bogens fermirenden Theilevollkommen zu einem Ganzen verbunden , und die durch die Anstofsscheiben gehen-den Schrauben können, selbst bey einer starken Erschütterung der Brücke, niehtlocker werden, weil sie (ausser zwey Schrauben) in die Tragschwelle oder auch indas Verbindungsrohr eingesenkt sind. Man könnte auch die Scheiben am unternTheil dergestalt umbiegen und verlängern, dafs dieser Theil um das Verbindungsrohrschliefst, und unten einen Lappen erhält, welches bey dem isauanschlage berücksich-tigt ist. Dann werden beyde Lappen oder zwey Scheiben zusammengeschraubt. Esliefsen sich auch die zwey Schlufskeile in zwey kleine zertheilen , und nach der ei-nen Seite dieselben, in Form von runden Bändern, um die Diagonalbögen legen , undunter denselben, mittelst daran gegossener Lappen, mit Schrauben zusammenziehen.Die Ausführung .lehrt jedoch bald,, welche Vorrichtung bey der Verbindung zu wäh-len sey,!
§. 178. Die von mir bey München Tab. 133. vorgeschlagene eiserne Brückewollte ich folgendermafsen konstruiren: Sie sollte drey Bögen, jeden zu QÖ Fufs Oeff-nung, und zwey 6' dicke Pfeiler haben. Da diese Brücke 40' breit seyn soll ,so würdeich sie aus fünf Bogenrippen haben bestehen lassen. Die auf xab. 133. dargestellteKonstruction der Rippen und ihre Verbindung wäre also auch fünfmal wiederholtworden, und da, wo die drey ersten grofsen Ringe v v zusammen verbunden sind,würde ich Stangen oder Stäbe haben durchgehen lassen , wie dies oben §. 178. er-klärt und in Fig. 1. Tab. 12Ö. mit Q. Q 2 bezeichnet sind. Ich niufste bey diesemEntwürfe auch auf die Verbindung der drey Bogen unter einander Rücksicht nehmen ,welches bey den jetzt ausgeführten eisernen Brücken nicht der Fall war , denn die-selben bestehen alle nur aus einem einzigen sogen. Diese Aufgabe suchte ich fol-.