Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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versuchen , die gröfste Ausdehnung des Eisens , bey der grdfsten Ausdehnung nurder Länge des Eisens. Endlich wird diese Ausdehnung durch die Verbindungdes hölzernen Bogens mit dem eisernen sehr geschwächt und durchaus unschädlichgemacht,

$. 180. Die Ausführung oder Aufrichtung einer solchen Brüche wird denjeni-gen Ingenieurs nicht schwierig erscheinen, welche die Gerüste, deren ich mich beyder Ausführung der hölzernen Bogenbrüchen bedienet habe, kennen, und iah ver-weise deswegen auf das vorhergehende Kapitel.

Die Rüstungen zu diesen Brücken müssen übrigens aus, mit einem 7 bis 8 cent-ner schweren Rammklotz eingerammterx Jochpfählen bestehen, worauf (bey weitenBögen noch ein Stuhl- Stütz- oder Strebengerüste hinzukömmt. Die aus fünf bissieben Pfählen bestehenden Gerüstjoche mögen unter die SehiftungSpunkte der einzel-nen Rohren, auf20 bis 30 Schuh Abstand, zu stehen kommen. Von diesen jochenab müssen , so weit die grofsen Spannringe gehen, zwey schräg zu stellende Joch-pfahle (einen auf jeder Seite) bis zu den Curven hinaufreichen , damit man diese undjene über die auf der zweyten Abtheilung des Gerüstes gelegten Unterlager krüm-men, aufziehen und vertical setzen könne. Von diesen Ringen müssen die zuletztzu setzenden nicht früher zusammengeschnxiedet werden, bis die übrigen gesetztsind , damit man sie genau passend machen könne.

Die Aufrichtung oder Legung der Rohren und ihre Umgebung mit den äeufsemIlülsen kann geschehen, wenn man die zwey Seitenrippen, von dem Widerlager an-fängt, die, zwey mittlern Röhrstücke, seitwärts über die in das eine Rohrstiiek ein-geschobene innere Hülse gegeneinander schiebt, und dann darüber die Aeufsere, aus

zwey Theilen bestehende Hülse anlegt. Der eine Theil derjenigen äeufsern Hülse,welche in die Milte des Bogens kömmt, ist nämlich an die Hälfte der Verbindungs-röhre gegossen, der andere Theil der äeufsern Hülse besteht für sich. Die innere

Hülse wird dann mittelst einer eisernen spitze, durch das Loch y Fig. 11., so weit

es nöthig ist, vorwärts geschoben. Eben so werden die Verbindungsröhren mit denSeitenrippen zugleich von den Widerlagern, nach der Mitte des Bogens gelegt undzusammengesetzt. Es kann daher die mittlere Rippe von denjenigen Brücken, dienicht Diagonalrippen haben, auch so zusammengesetzt werden; aber nicht diese letz-tem, welche beym Schlüsse so verbunden werden, wie es oben beschrieben wurde.Es ist nämlich unausführbar, die schlufskeile in die mittlere Rohren, d. i. in diemittlere Kippe hineinzubringen, wenn man diese von den Widerlagern gegen dieMitte zu aufrichten wollte; es mufs daher, nachdem die Seitenrippen und Verbin-dungsröhren gelegt sind, die eine Hälfte der Diagonalrippen und der mittlern Rippe,von dem Widerlager an gegen die Mitte der Brücke zu , gelegt werden, dann aberdie andere Hälfte von der aiitte der Brücke ab, dem Widerlager zu. Dafs die schlufs-keile zugleich gesetzt werden müssen, versteht sieh von selbst.

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